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18.04.2006
IG Metall bestreikt Faurecia, Mann und Hummel

(München) Über 500 Beschäftigte des Automobilzulieferers Mann und Hummel legten am Vormittag für eine Stunde die Arbeit nieder und sorgten für Produktionsstillstand. Die demonstrierenden Frauen fordern vom Arbeitgeberverband endlich Bewegung. „Ein Angebot muss her, das das Konto wieder auffüllt,“ forderten die Beteiligten lautstark.

Bei dem Automobilsitzehersteller Faurecia in Geiselhöring legten in der Nachmittagsschicht knapp 300 die Arbeit nieder und protestierten für mehr Geld und Vermögenswirksame Leistungen.

Bei dem zweiten Warnstreik am heutigen Tag bei Mann und Hummel in Marklkofen erwartet die IG Metall noch mal 500 Beteiligte bei der Kundgebung vor dem Werkstor.

Durch diese Aktionen wird immer klarer, die Arbeiter und Angestellten in der bayerischen Metallindustrie haben kein Verständnis für das Taktieren der Metallarbeitgeber, sagte Richard Polzmacher, Tarifkoordinator der IG Metall Bayern. „Das Schauspiel und die Sitzungsrituale der Arbeitgeber müssen endlich ein Ende haben.“

Die IG Metall fordert für die 710 000 Beschäftigten der bayerische Metall- und Elektroindustrie fünf Prozent höhere Einkommen, 40 Euro monatlich mehr für die 18 000 Auszubildenden sowie die Wiedereinkraftsetzen der Vermögenswirksamen Leistungen sowie tarifliche Rahmenregelungen für Innovation und Qualifikation.

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