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17.12.2009
Aufsichtsratswahlen bei Infineon: IG Metall deutlich gestärkt

Bei Infineon wurden am 16.12. nach nur einem Jahr erneut die Vertreter der Mitarbeiter im Aufsichtrat gewählt. Die Wahl war nötig geworden, weil im wesentlichen durch die Insolvenz von Qimonda, aber auch durch weitere Portfolio-Maßnahmen die Anzahl der Mitarbeiter unter die Grenze von 10.000 gesunken war, was eine Verkleinerung des Aufsichtsrates von 16 auf 12 Mitglieder mit sich bringt.

Neu im Infineon-Aufsichtsrat:
Jürgen Scholz,
1. Bevollmächtigter der
IG Metall Regensburg

Damit waren drei Vertreter der Beschäftigten, ein Leitender Angestellter sowie zwei Vertreter der Gewerkschaften zu wählen.

Im Ergebnis der Wahl gingen zwei der drei Beschäftigtenmandate an die IG Metall respektive die Liste HiTecs, beide Gewerkschaftssitze an die IG Metall. Damit sind die AUB und ihre Nachfolgeorganisationen, die in der letzten Wahl noch zwei der damals acht Mandate erringen konnten, heraus dem Aufsichtsrat. Die betrifft auch den Vertreter der 'Christlichen Gewerkschaft Metall', in der Vergangenheit durch die "Unabhängigen" und den ain e.V. ins Gremium gewählt.

Das ist zwar nett, aber nicht der Hauptgrund, dieses Wahlergebnis als erfreulich einzustufen. Die Belegschaften bei Infineon stehen in heftigen Auseinandersetzungen um ihre Arbeitsbedingungen. Nach der Kündigung der Tarifbindung durch den Vorstand und diversen Sparorgien, die so gut wie alle außertariflichen Zulagen gekostet haben, ist mehr als unklar, wie es in Bezug auf Entgelt und Sozialleistungen weitergehen soll.

Das eindeutige Votum für die IG Metall von mehr als zwei Dritteln der Delegierten stärkt sicher die Positionen der Belegschaft in den Auseinandersetzungen der nächsten Zeit. Es ist eindeutig: Die Mitarbeiter wollen Tarifverträge als Basis für eine nachhaltige  Personal- und damit Geschäftsentwicklung.

Eine Übersicht der IG Metall-Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ab der Hauptversammlung am 11. Februar 2010 finden Sie hier.

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Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

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