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10.01.2008
Ausbildungsvergütungen deutlich gestiegen

644 € brutto im Monat verdienten die Auszubildenden 2007 durchschnittlich in Westdeutschland. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich im Durchschnitt um 2,4 Prozent und damit stärker als 2006 mit 1,0 Prozent. In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2007 um 2,8 Prozent auf durchschnittlich 551 € im Monat.

AZUBI-Aktion in der Tarifrunde 2007

Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2007 bei 628 € pro Monat und damit um 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert (613 €). Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in seiner Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen 2007.

 

Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 185 Berufe in West- und 151 Berufe in Ostdeutschland. In diesen Berufen werden 88 Prozent der Auszubildenden in West und Ost ausgebildet.

 

Zwischen den Ausbildungsberufen gab es nach Angaben des BIBB erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Die mit Abstand höchsten Ausbildungsvergütungen wurden in West und Ost im Beruf Binnenschiffer/Binnenschifferin mit jeweils 925 € pro Monat erzielt. Eher niedrige Ausbildungsvergütungen wurden zum Beispiel in den Berufen Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin (West: 399 €, Ost: 373 €), Friseur/Friseurin (West: 419 €, Ost: 266 €), Florist/Floristin (West: 424 €, Ost: 312 €) und Bäcker/Bäckerin (West: 457 €, Ost: 351 €) gezahlt.

 

Metall- und Elektroindustrie deutlich über dem Durchschnitt

Deutlich über dem Durchschnitt liegt sowohl der Vergütung in der Metall- und Elektroindustrie, als auch der Anstieg im vergangen Jahr. In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie wird seit dem 1. Juni 2007 im ersten Ausbildungsjahr eine Ausbildungsvergütung von 748 € gezahlt, dies entspricht gegenüber 2006 einer Steigerung von 4,03 Prozent. Im dritten Ausbildungsjahr sind es 842 € (+ 4,08 Prozent).

 

In den letzten zehn Jahren ist damit die Ausbildungsvergütung in der bayerischen M+E-Industrie um über 200 Euro pro Monat (+ 36,8 Prozent) gestiegen.

 

Junge Frauen häufiger mit niedriger Ausbildungsvergütung

Das BIBB errechnete auch die Vergütungsdurchschnitte für die weiblichen und männlichen Auszubildenden: Danach kamen im Westen männliche Auszubildende auf durchschnittlich 659 €, weibliche auf 620 €. Im Osten betrug der Durchschnitt für männliche Auszubildende 564 € und für weibliche 527 €. Diese abweichenden Vergütungsdurchschnitte resultieren aus der unterschiedlichen Verteilung von männlichen und weiblichen Auszubildenden auf die Berufe, d.h. junge Frauen sind häufiger in Berufen mit einer niedrigeren Ausbildungsvergütung anzutreffen als junge Männer.

 

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