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12.10.2009
Nach Schmiergeldaffäre: MAN entlässt Topmanager

Der Münchner Lkw-Hersteller MAN zieht einem Magazinbericht zufolge personelle Konsequenzen aus der Schmiergeldaffäre. Der Konzern tauschte nahezu die komplette Vertriebsführungsmannschaft der Nutzfahrzeugsparte in Deutschland aus.

Wie der "Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe berichtet, zieht MAN fünf Monate nach der der Aufdeckung von dubiosen Schmiergeldpraktiken beim Verkauf von Bussen und Lkw im In- und Ausland, drastische personelle Konsequenzen. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, sei bereits zum 1. Oktober nahezu die komplette Vertriebsführungsmannschaft der Nutzfahrzeugsparte in Deutschland ausgetauscht worden. Dort mussten demnach drei Top-Manager gehen. Auch in Österreich sei der bisherige Statthalter ausgewechselt worden. Rund ein halbes Dutzend weiterer Verkaufs- und Vertriebsmitarbeiter an verschiedenen Nutzfahrzeugstandorten in Deutschland seien beurlaubt und sollten demnächst ausgetauscht werden, berichtete das Magazin. Einige von ihnen gelten schon seit längerem als Beschuldigte in dem Verfahren. Nun will die Konzernspitze mit der Personalrochade das Signal zu einem Neuanfang setzen.

Unternehmen bestätigt

Ein MAN-Sprecher bestätigte am Wochenende die personellen Änderungen im Konzern, nannte aber keine Details. "Der Neuanfang im Vertrieb der Nutzfahrzeugsparte in Deutschland ist gewollt, und entsprechende Personalmaßnahmen wurden eingeleitet. Damit wird keine strafrechtliche Bewertung durch MAN vorgenommen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, dass zwischen 2002 und 2005 vor allem im Lastwagengeschäft Verkäufer Bestechungsgelder an Mitarbeiter von MAN-Kunden zahlten, um den Verkauf anzukurbeln. Es soll sich dabei um versteckte Provisionszahlungen in einer Gesamthöhe von ca. 1 Million Euro in Deutschland und mehrere Millionen Euro im Ausland handeln.

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