Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber und der DGB-Bundesvorsitzende Michael Sommer haben ihr Bedauern über den Rücktritt von Franz Müntefering geäußert. Gleichzeitig zeigten beide Verständnis für die persönlichen Beweggründe.
Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat den angekündigten Rücktritt von Arbeitsminister Franz Müntefering bedauert und Anerkennung für dessen Arbeit geäußert. „Die Arbeit von Franz Müntefering verdient unseren Respekt“, sagte Berthold Huber am Dienstag in Frankfurt. Gleichzeitig äußerte Huber Verständnis für die persönlichen Beweggründe und würdigte Münteferings Wirken in der Bundesregierung: „Sein Verdienst ist es, dass die zentralen Fragen der Mitbestimmung, wie Tarifautonomie, Betriebsverfassung und Unternehmensmitbestimmung, zu den Grundbedingungen der Großen Koalition gehören“, betonte Huber.
Müntefering habe stets das Ziel verfolgt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ‚auf Augenhöhe’ verhandeln könnten. „Das würdigen wir, obwohl die IG Metall nicht immer einer Meinung mit ihm ist, wie bei der Rente mit 67. Hier vertreten wir unterschiedliche Auffassungen“, ergänzte Huber. Dagegen stehe Münteferings Name auch für den beharrlichen Kampf gegen Lohndumping und für die Einführung von Mindestlöhnen.
Den Rücktritt von Franz Müntefering aus persönlichen Gründen bedauerte auch der DGB-Bundesvorsitzende Michael Sommer ausdrücklich, nannte die Argumente für dessen Rücktritt aber „sehr nachvollziehbar“. Und ergänzte: „Ich kann nur hoffen, dass sein Nachfolger genauso engagiert für Mindestlöhne kämpft wie Franz Müntefering. In dieser Frage war er immer ein verlässlicher Partner für uns.“



