Die Beschäftigten der Takata-Petri AG in Aschaffenburg haben heute um 6.00 Uhr mit Beginn der Frühschicht die Arbeit nicht aufgenommen. Sie protestieren gegen den Abbruch der Verhandlungen zwischen Unternehmensvorstand und Betriebsrat.
Wie bereits berichtet (siehe: in Verbindung stehende News), will Takata-Petri 335 Arbeitsplätze im Lenkradwerk im Aschaffenburger Stadtteil Schweinheim abbauen und Teile der Lenkradfertigung nach Arad/Rumänien verlagern.
In der letzten Woche fand am Donnerstag, den 15. Oktober 2009 eine Betriebsversammlung statt, in der die Beschäftigten ihren Unmut über die Verzögerungen bei den Verhandlungen zum Ausdruck brachten. Im unmittelbaren Anschluss an diese Betriebsversammlung haben Betriebsrat und IG Metall versucht, wieder Bewegung in die Gespräche zu bringen.
Eine Verhandlungsaufnahme fand bisher nicht statt. Die Geschäftsleitung hatte zugesagt, bis Mitte dieser Woche Vorschläge der Arbeitnehmerseite zu prüfen.
Die Arbeitnehmer fordern nun ein sofortiges Angebot für die Verhandlungsaufnahme unter Beibehaltung einer Produktionskapazität von jährlich 700.000 Lenkrädern.
Die Verhandlungen sollen bis Ende der Woche zu einem Ergebnis geführt werden. Der Kompromiss muss so gestaltet werden, dass Kündigungen vermieden werden.
Auswirkungen auf die Hersteller?
Wie lange der Ausstand dauert, kann zur Stunde nicht abgeschätzt werden. Wegen der engen Verzahnung des Werkes mit dem Produktionswerk in Arad/Rumänien wird es heute zu Verzögerungen, oder dem Ausfall von Lieferungen in den BMW-Werken Leipzig und Regensburg, bei Audi in Ingolstadt, bei Daimler in Sindelfingen und Bremen, bei VW in Wolfsburg und Pamplona und bei Daimler in Düsseldorf kommen.





