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06.11.2008
Flächendeckende Warnstreiks in Bayern

(Pressedienst 47 / 2008) Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall Bayern die Warnstreiks am Donnerstag fortgesetzt. Bis zum Mittag (13.30 Uhr) demonstrierten mehr als 20.000 Beschäftigte aus 43 Betrieben mit Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Protestveranstaltungen für ihre Forderung.

Den Schwerpunkt bildeten die Protestaktionen bei AUDI in Ingolstadt, wo 10.000 Beschäftigte für zwei Stunden die Arbeit niederlegten. Bei der Kundgebung in Ingolstadt wehrte sich Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern gegen die unverantwortliche Schwarzmalerei der Arbeitgeber: „Ich kann das Gerede von der Krise in der Automobilindustrie nicht mehr hören. Audi wird dieses Jahr 2,3 Milliarden Euro an VW überweisen, Daimler macht im laufenden Jahr 6 Milliarden Euro Gewinn und BMW hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres 1,5 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern gemacht - so eine Krise hätte ich auch mal gerne.“

Neugebauer forderte, dass die Beschäftigten endlich angemessen an den von ihnen erwirtschafteten Gewinnen beteiligt werden müssten: „Mit dem Geld ist es so ähnlich wie mit Mist - zu viel davon auf einem Haufen fängt leicht an zu stinken, gut verteilt, wirkt es als Dünger und fördert das Wachstum.“

Ein weiterer Schwerpunkt der heutigen Aktionen war der „Bosch-Tag“, an dem sich Beschäftigte nahezu aller bayerischen Bosch-Standorte beteiligten. „Das bisherige Angebot der Arbeitgeber „ist eine unverschämte Provokation und eine Beleidigung“, sagte Helga Schwitzer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall in ihrer Rede vor 400 Warnstreikenden der Firma Bosch in Ansbach. Schwitzer forderte die Arbeitgeber auf, sich bei der Verhandlungsrunde am Dienstag in Baden-Württemberg deutlich zu bewegen: „Wir wollen eine Lösung am Verhandlungstisch. Darum werden wir ringen und dafür werden wir kämpfen! Aber wenn es nicht anders geht, dann sage ich ganz deutlich: Wir sind auf jede Situation vorbereitet! Wenn die Arbeitgeber weiter provozieren, dann müssen wir ihnen eben Beine machen!“

Bei Bosch Rexroth und Bosch in Nürnberg legten 770 Beschäftigte für zwei Stunden die Arbeit nieder. Bei Bosch in Bamberg nahmen 500 Beschäftigte an einer Kundgebung vor dem Tor teil, bei Bosch in Ansbach beteiligten sich 400 Beschäftigte am Warnstreik, bei Bosch Rexroth Star in Kitzingen traten 200 Beschäftigte für vier Stunden in den Warnstreik, bei Bosch in München Trudering waren es 250 Beschäftigte.

An einer weiteren Kundgebung in München beteiligten sich 1.500 Beschäftigten der Firmen Krauss-Maffei, KMW und Siemens Mobility. Beim Maschinen- und Pumpenhersteller KSB in Pegnitz waren 800 Beschäftigte im Warnstreik, bei Eurocopter in Donauwörth waren es 1.000 Beschäftigte.

An einer Kundgebung in Weißenburg beteiligten sich 450 Beschäftigte der Firmen HGW, INA Schaeffler, Krauss Maffei, und LEONI Draht. Beim Sitzhersteller Grammer in Kümmersbruck traten 750 Beschäftigte in den Warnstreik

 

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Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

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