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18.04.2007
Tarifabschluss für die bayerische Schreib- und Zeichengeräteindustrie

(Pressedienst 21 / 2007) Die IG Metall Bayern hat sich mit den Arbeitgebern auf einen Tarifabschluss für die ca. 4 500 Beschäftigten in der bayerische Schreib- und Zeichengeräteindustrie geeinigt.

Der Tarifabschluss beinhaltet eine tabellenwirksame Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,2 Prozent zum 1. April 2007 und einer weiteren tabellenwirksamen Erhöhung zum 1. April 2008 um erneut  3,2 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von insgesamt 24 Monaten.

 

Das Ergebnis wurde bereits in der ersten Verhandlungsrunde erzielt und von der Tarifkommission der IG Metall einstimmig angenommen.

 

Johann Schredl, der Verhandlungsführer der IG Metall zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis:“ Damit bekommen die Kolleginnen und Kollegen jetzt sofort 3,2 Prozent mehr und ab April 2008 sogar 6,4 Prozent mehr. Damit ist es der IG Metall gelungen die Beschäftigten an der deutlich verbesserten wirtschaftlichen Situation der Branche zu beteiligen.“

 

Die Schreib- und Zeichengeräteindustrie (SZI) ist eine Industrie die im Gegensatz zu anderen konsumnahen Branchen wie der Möbel- oder der Textilindustrie wachstumsorientiert ist.

 

Das Rückgrat der SZI ist der Export. So werden fast 80 Prozent der Schreibgeräte ins Ausland verkauft. Auf dem internationalen Markt sind vor allem Kugel- und Dochtschreiber aus deutscher Produktion begehrt.

 

Besondere Renner im Exportgeschäft sind Füllfederhalter und Rollerballs. Hier nahm die Ausfuhr innerhalb von fünf Jahren um 30 beziehungsweise 24 Prozent zu. Die drei fränkischen Hersteller Faber-Castell, Staedtler und Schwan bedienen zusammen fast 15 Prozent des Weltmarktes.

 

Allerdings ist die Zahl der Beschäftigten innerhalb von fünf Jahren um über 20 Prozent zurückgegangen. Andererseits aber stieg der Umsatz, den jede/r einzelne Beschäftigte erarbeitete, im gleichen Zeitraum um mehr als zehn Prozent.

 

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