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05.12.2007
Spekulationen um das EADS-Werk in Augsburg

Um das EADS-Werk in Augsburg gibt es neue Spekulationen. Offiziell will EADS die Werke in Laupheim, Varel, Nordenham und Augsburg verkaufen. Laut einem Zeitungsbericht könnte nun das Werk in Augsburg wieder von der Verkaufsliste gestrichen werden. Eine Entscheidung wird für Freitag erwartet.

Wie die „Financial Times Deutschland“ aus „Branchenkreisen“ erfahren haben will, stehe Augsburg offiziell zwar nach wie vor auf der Verkaufsliste - präferiert werde in Deutschland jetzt aber nur noch der Verkauf der norddeutschen Airbus-Werke Varel und Nordenham an den US-Investor Spirit Aerosystems.

 

EADS hat in Augsburg etwa 2 700 Beschäftigte. Im Werk werden zu 70 Prozent Komponenten für den Airbus und zu ca. 30 Prozent Rumpfmittelteile für den Eurofighter gefertigt.

 

Der IG Metall sind keine neuen Überlegungen bekannt und auch ein Konzernsprecher sagte gegenüber der FTD „Es gibt keinen neuen Sachstand“. Eine Entscheidung könnte eventuell am Freitag fallen, wenn sich der EADS-Verwaltungsrat zu seiner nächsten Sitzung trifft. EADS hatte immer erklärt, die Entscheidung solle noch vor Weihnachten getroffen werden.

 

Unabhängig von einem möglichen Verkauf wird es für die Zukunft der Arbeitsplätze in Augsburg wohl vor allem von Bedeutung sein, ob das Werk am künftigen Airbusprogramm A350 beteiligt wird. Hier scheint derzeit – auf Grund firmeninterner Entscheidungen – eine Beteiligung der Augsburger aus rein formalen Gründen nicht möglich.

 

Breite Unterstützung für Augsburg

Vor einer Woche hatten 2 300 Beschäftigte in Augsburg während der Arbeitszeit für eine langfristige Sicherung ihrer Arbeitsplätze demonstriert.

 

Die Zukunft des EADS-Werkes in Augsburg war auch Thema bei einem Gespräch des DGB-Landesbezirksvorsitzenden Fritz Schösser und des Bezirksleiters der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer am Montagabend mit dem bayerischen Ministerpräsident Günther Beckstein.

 

Am Dienstag hat Bayerns Ministerpräsident dann mit Betriebsräten und Augsburgs Oberbürgermeister Paul Wengert über die Zukunft von EADS in Augsburg gesprochen. Als Ergebnis dieses Gespräches nannte der CSU-Politiker den Augsburger Standort eine der "besten Hightech-Produktionsstätten der Luftfahrtindustrie", meldet die Die Augsburger Allgemeine. Die Staatsregierung werde einen Verlust dieses Spitzen- Know-hows nicht zulassen.

 

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