Zu der heutigen Aktion bei Siemens VDO in Würzburg waren rund 1000 Teilnehmer gekommen. Die gesamte 1. und 2. Schicht des Werks verlieh ihrer Hauptforderung Nachdruck: Standort- und Beschäftigungssicherung für das SV-Werk!
Wie die Würzburger Oberbürgermeisterin Pia Beckmann schon im Vorfeld der Veranstaltung betont hatte, geht es jetzt darum, dass Siemens zu den Verträgen steht, die für Würzburg geschlossen wurden. „Falls Siemens sie nicht einhält“, so Beckmann bei der Kundgebung heute nachmittag, sei das „Vertragsbruch“. Der seit 2005 geltende Ergänzungstarifvertrag sieht eine Beschäftigungssicherung bis 2010 vor. Dass daran - auch im Falle eines Verkaufs - nicht gerüttelt werden darf, darin waren sich alle Redner bei der Protestkundgebung einig. Der Würzburger Landrat Waldemar Zorn: „Es kann nicht sein, dass nur noch Finanzinteressen eine Rolle spielen und die Menschen gar keine.“
Keine Kompromisse mehr!“
Auch Vertreter aus anderen Standorten wie Regensburg und Karben sowie zahlreiche Medienvertreter waren zur Aktion gekommen, um ihre Solidarität mit den Würzburger KollegInnen zu zeigen. Die Stimmung vor Ort ist kämpferisch und die Forderung vonseiten der Beschäftigten eindeutig: „Wir lassen uns nicht einfach verkaufen.“ Schließlich sei Siemens VDO ein rentables Unternehmen und die MitarbeiterInnen haben dazu ihren Beitrag geleistet. Die IG Metall vor Ort forderte noch einmal nachdrücklich, dass Siemens bis spätestens zum Mittwoch, den 25.4. in einer Betriebsversammlung alle Informationen auf den Tisch legen müsse. „Es gibt keine Kompromisse mehr“, so Werner Flierl von der IG Metall Würzburg, „die haben wir bereits 2005 beschlossen“.


