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31.07.2008
Keine Antworten für Beschäftigte bei Osram

Vor einer „Woche war bekannt geworden, dass Osram 220 Stellen streichen will. Trotz einer Zusage die betroffenen Mitarbeiter zeitnah zu informieren, blieb die Osram Geschäftsführung bei der Betriebsversammlung in Augsburg die Antworten auf alle drängenden Fragen schuldig.

Gespannt warteten die Mitarbeiter am Mittwoch auf der Betriebsversammlung des Osram Maschinenwerkes GET – A in Augsburg auf Antworten von Seiten der Geschäftsführung, nachdem am Dienstag letzter Woche die Mitarbeiter über einen Stellenabbau von rund 220 Personen informiert worden sind. Das Management war allerdings nicht einmal in der Lage die Zahlen aufzugliedern und zu erläutern.

 

Schuldig blieb die Geschäftsleitung auch die Antwort auf die Frage, in welchen Abteilungen konkret der Personalabbau von statten gehen soll. Die IG Metall machte deutlich, dass bei einem so hochprofitablen und flexiblen Betrieb es keine betriebsbedingten Kündigungen geben darf. Ziel muss es sein, dass für Osram als 100-prozentige Siemenstochter die gleichen Vereinbarungen gelten müssen wie für Siemens. Die IG Metall hat mit Siemens eine Vereinbarung getroffen, in der festgelegt ist, dass der Konzernumbau ohne betriebsbedingte Kündigung erfolgt. Des weiteren wurde eine Standortgarantie für alle Betriebe bis 2010 vereinbart. Was für die Mutter gilt, das muss auch für die Tochter gelten.“, so Roberto Armellini von der IG Metall Augsburg.

 

Mehrarbeit abgelehnt

Die IG Metall, die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und die Betriebsräte fordern daher die Geschäftsführung auf, eine Vereinbarung analog der Siemens AG zu vereinbaren. „Wir werden die Mehrarbeit für den Monat August ablehnen.“, so Rainer Kollarovics Betriebsratsvorsitzender des Maschinenwerks in Augsburg. „Wenn es nicht freiwillig geht, bleibt uns keine Wahl als über diese Weise Druck auszuüben,“ so Kollarovics weiter. „Die Mitarbeiter müssen nun mit der Ungewissheit ob sie Ihren Arbeitsplatz behalten oder nicht, nun in Ihren wohlverdienten Urlaub gehen“ so Armellini. „Wenn wir bis nach der Sommerpause keine Klarheit für die Mitarbeiter, keine Standortgarantien und keinen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen haben, behalten wir uns weitere Maßnahmen vor.“ so Armellini weiter.

 

Dateien:
Osramflugblatt_220.pdf
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