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01.08.2008
Klarheit für die Gigaset-Standorte in München und Bocholt

(Pressedienst 33 / 2008) Mit dem Verkauf der Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) verabschiedet Siemens sich vom letzten Teil ihres Consumer-Geschäfts. SHC wird von Siemens in ein Joint Venture eingebracht, an dem ARQUES mit 80,1 % und Siemens mit 19,9% beteiligt wird. Siemens wird die Beteiligung mindestens für zwei Jahre halten.

Nach Jahren der Restrukturierung und rückläufiger Umsatzentwicklung will ARQUES jetzt für neuen Schwung sorgen. Der Übergang wird in Vereinbarungen zwischen IG Metall und den Betriebsräten einerseits sowie Siemens und ARQUES anderseits weitgehend abgesichert.

 

Kernpunkte dieser Vereinbarung sind:

 

  • eine dreijährige Standortsicherung bis zum 30.09.2011 für die Standorte München und Bocholt
  • ARQUES garantiert bis zum 31.7.2010 eine Belegschaftsstärke von mindestens 80% des heutigen Niveaus
  • eine ausreichende Kapitalausstattung wird für die nächsten beiden Geschäftsjahre von Siemens gewährleistet
  • Personalrestruktuierungen, die sich in den nächsten zwei Jahren als unvermeidlich herausstellen können, werden analog dem Sozialplanpaket, wie es im Mai dieses Jahres zuletzt für Siemens Enterprise abgeschlossen wurde, als Grundlage vereinbart.
  • Arques hat zugesichert, dass SHC weiterhin Mitglied des Arbeitgeberverbandes bleibt (Tarifbindung)
  • Siemens wird die derzeitigen Auszubildenden nach Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, sofern SHC keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann

 

Die Regelungen stehen noch unter dem Vorbehalt der Entscheidungen der IG Metall-Tarifkommissionen in München und Bocholt, die in den nächsten beiden Wochen erwartet werden.

 

„Mit dem Verkauf entsteht zumindest für die nächsten zwei Jahre Klarheit für die Beschäftigten. Die quälende Hängepartie findet ihr vorläufiges Ende“, sagte Martin Kimmich, Siemens-Betriebsbetreuer der IG Metall in München.

 

SHC hat am Standort München etwa 250 Beschäftigte.

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