(Pressedienst 13 / 2008) Über 1.600 Beschäftigte im bayerischen Kfz-Handwerk haben sich am Warnstreikauftakt beteiligt. Allein bei der Daimler-Niederlassung in Nürnberg legten 500 Beschäftigte für eine Stunde die Arbeit nieder, bei Daimler in München waren es 400, bei MAHAG in München beteiligten sich 160 Beschäftigte und bei Daimler in Schweinfurt 100.
In der laufenden Tarifrunde für das bayerische Kfz-Handwerk fordert die IG Metall Einkommenserhöhungen von 5,5 Prozent, die Wiedereinführung einer Freistellung für jeweils einen halben Tag am 24.12 und 31.12 und das unveränderte Wiederinkraftsetzen sämtlicher Tarifverträge des bayerischen Kfz-Gewerbes.
Unmittelbar vor Weihnachten hatte die Kfz-Innung alle Tarifverträge mit der IG Metall gekündigt und gleichzeitig erklärt, künftig für Tarifverträge nicht mehr zuständig zu sein. Eine erste Verhandlungsrunde mit dem neu gegründeten „Tarifträgerverein Kfz“ am 2. April brachte keine Einigung.
Vielmehr forderten die Arbeitgeber längere Arbeitszeiten (bis zu 47 Stunden in der Woche) und eine „Öffnungsklausel bzw. Erfolgsabhängigkeit“ bei den Sonderzahlungen. Ein Angebot zur Einkommenserhöhung wurde nicht gemacht.
Im bayerischen Kfz-Handwerk arbeiten ca. 50 000 Beschäftigte und etwa 7 000 Auszubildende. Die nächste Verhandlung findet am 22.04.2008 in München statt.


