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25.04.2007
VDO-Betriebsrat und IG Metall Regensburg fordern Anstand und Moral bei Siemens

Anlässlich der heutigen Aufsichtsratssitzung bei Siemens verteilten Betriebsrat und IG Metall Regensburg Flugblätter vor dem VDO Werk in Regensburg.

Für die VDO-Beschäftigten geht es um viel bei der heutigen Sitzung.

 

Zur Disposition stehen Ausgliederung und Börsengang oder gar ein Verkauf der erfolgreichen Sparte.

 

Von der Geschäftsleitung nicht dementiert wurden Gerüchte über Werksschließungen, Produktionsverlagerungen, sowie der Verkauf eines Werkes und massive Produktivitätssteigerungen zu Lasten der Belegschaft.

 

In einer Flugblattaktion am Standort Regensburg fordern die IG Metall und der Betriebsrat „Sicherheit für Standorte, Arbeitsplätze und Beschäftigungsbedingungen - ohne Stellenabbau“. Das verteilte Flugblatt finden Sie im Anhang. 

 

Jürgen Scholz, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg sieht noch Chancen, diese Ziele zu verwirklichen: „Wenn sich Siemens auf seine alten Tugenden, Anstand und Moral, im Umgang mit seinen Beschäftigten besinnt, kann die angekündigte Ausgliederung wenn schon nicht verhindert, zumindest zu fairen Bedingungen geregelt werden.“

 

Laut Scholz war genau dieser faire und aufrichtige Umgang mit den Mitarbeitern über Jahrzehnte lang das Erfolgsmodell, das Siemens zu einem Weltkonzern machte, aber wohl die letzten Jahre zu Gunsten kurzfristiger Shareholder-Interessen geopfert wurde.

 

Ins gleiche Horn stoßen Bernhard Beck, der Leiter der Vertrauensleute bei Siemens VDO und Betriebsratsvorsitzender Hans Fischl: „Sollte Siemens trotz aller Bedenken an einem Börsengang oder womöglich sogar dem Verkauf festhalten, stehen auch aus Sicht der Betriebsräte der Standorterhalt, die Arbeitsplatzabsicherung und der Fortbestand der Tarifbindung absolut im Vordergrund. Eine unsichere Übergangsvereinbarung ohne belastbare Garantien und mit dem Risiko eines zweiten BenQ wird es mit uns nicht geben.“

 

In einem gemeinsamen Papier stellen Betriebsrat und Gewerkschaft dar, wie wichtig neben der Sicherung der Beschäftigung und Standorte auch die Sicherung der Tarifbindung ist.

 

„Für Urlaub, Weihnachtsgeld, Übernahme der Auszubildenden und vieles mehr gibt es keinen gesetzlichen Anspruch. All dies sind tarifliche Leistungen, die auf dem Spiel stehen“, erklärt Jürgen Scholz.

 

Der Gewerkschafter ist überzeugt, dass sich daher in der anstehenden heißen Phase der Tarifrunde viele Siemens VDO-Beschäftigte an den geplanten Warnstreiks beteiligen werden. 

Schließlich gehe es für die Belegschaft nicht nur um die anstehende Tariferhöhung, sondern um die Tarifbindung und die Arbeitsplätze insgesamt.

 

Sollte Siemens danach wider Erwarten an seinen rigiden Plänen festhalten, seien weitere Aktionen geplant. Auch vor einem Besuch des Vorstandes am Wittelsbacher Platz in München werde die Belegschaft nicht zurückschrecken. Die Angebote für die Busse würden den Gewerkschaftern nach bereits eingeholt.

Dateien:
VDO-I-07.pdf
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Tarifrunde 2012

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