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24.07.2009
Schnelle Rendite, schlechte Strategie

Die DAX-Vorstände der Metall- und Elektroindustrie erhielten auch im Jahr 2008 noch enorme Gehälter und legten trotz des Beginns der Krise gegenüber 2007 im Durchschnitt weiter zu. Die Kosten für die Beschäftigten hingegen gingen zurück.

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IG Metall-Wirtschaftsexpertin Alexandra Schädler betont angesichts dieser Erkenntnis, was allmählich auch in den Köpfen außerhalb der Gewerkschaften durchsetzt: "Dabei sind Unternehmensstrategien, die auf kurzfristigen Erfolg ausgerichtet sind, zu einem Großteil für die schlechte Situation verantwortlich". Gemeint sind Managergehälter, deren Höhe oft vom schnellen Gewinn statt nachhaltiger Entwicklung abhängen.

Laut Schädler hat dies zur Folge, dass vielen Unternehmen mittelfristig wertvolles KnowHow verloren geht, weil unter anderem an Forschung und Entwicklung gespart wird, um Gewinne zu maximieren. Vor diesem Hintergrund ist die großzügige Belohnung entsprechenden Handelns noch unverständlicher: "Wenn Vorstandsmitglieder auch noch mit Millionen-Boni dafür belohnt werden, dass sie für eine hohe Rendite an der Forschung sparen oder qualifiziertes Personal rauswerfen, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Firmen irgendwann ihre Innovationsfähigkeit verlieren und an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen."

Die Beschäftigten profitieren ihrerseits von diesen Strategien erwartungsgemäß nicht. Die Geschäftsberichte der Top 20 in der Metall- und Elektroindustrie zeigen, dass für den einzelnen Beschäftigten immer weniger Geld aufgewendet wird (siehe Grafik).

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