aktueller Pfad: Home » Nachrichten » Ansicht
07.02.2008
Warnstreiks in der Stahlindustrie ausgeweitet

Vor der nächsten Verhandlungsrunde am Dienstag, den 12. Februar hat die IG Metall ihre Warnstreikaktionen in der Stahlindustrie ausgeweitet. Am Donnerstag haben sich insgesamt rund 10 000 Beschäftigte beteiligt. Der Bezirksleiter der IG Metall NRW, Oliver Burkhard verlangte für die Beschäftigten eine „faire Teilhabe an einem beispiellosen Boom“.

In Duisburg beteiligten sich mehr als 1 000 Beschäftigte an einem Warnstreik in einem Werk von ThyssenKrupp. Die Stahlproduktion wurde für mehrere Stunden komplett unterbrochen. In einzelnen Bereichen wurde bis zu 8 Stunden nicht produziert.

 

An einer weiteren Kundgebung im Duisburger Norden nahmen 3 000 Beschäftigte verschiedener Stahlunternehmen teil. Bei ArcelorMittal in Bremen beteiligten sich rund 1 500 Beschäftigte an der Protestaktion, so dass zeitweise das gesamte Werk stillgelegt war. In Krefeld haben sich insgesamt knapp 1 400 Beschäftigte an einer zweistündigen Demonstration auf dem Werkgelände von ThyssenKrupp Nirosta, DEW und Valti mit einer anschließenden Kundgebung und bei einer weiteren einstündigen Kundgebung bei Schmolz und Bickenbach beteiligt. In Georgsmarienhütte haben am Morgen über 500 Beschäftigte für 2 Stunden die Arbeit niedergelegt.

 

„Nur eine ganz zarte Andeutung“

Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter in NRW sagte bei der Kundgebung in Duisburg: „Wann bitte schön - wenn nicht jetzt - ist die Zeit, für mehr Geld in den Taschen der Stahlbeschäftigten zu sorgen?"

 

Die Warnstreiks heute nannte er „nur eine ganz zarte Andeutung dessen, was wir in den nächsten Wochen bewegen können und - wenn es sein muss – auch bewegen werden.“

 

Die IG Metall sei bereit, am Verhandlungstisch nach einer fairen Lösung zu suchen: „Aber am 19. Februar - am Ende der 4. Verhandlung - müssen wir wissen, wo wir dran sind."

 

Die IG Metall fordert 8 Prozent höhere Einkommen sowie um 100 € höhere monatliche Ausbildungsvergütungen. Verhandelt wird zudem über eine Arbeitszeitverkürzung für Ältere. Auch in der zweiten Tarifverhandlung am Dienstag, den 29.01.2008 hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt.

 

„Wir wollen unseren gerechten Anteil an den Gewinnen“, brachte auch der Betriebsratsvorsitzende der Georgsmarienhütte, Wilfried Brandebusemeyer die Hauptforderung der Protestierenden auf den Punkt.

 

Bei Geberit Mapress in Langenfeld wiesen der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Hahn sowie der 1. Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Köln, Dr. Witich Roßmann auf die hohen Gewinne der Stahlindustrie hin. Zum Abschluss der Kundgebung wurden Amerikaner mit der Aufschrift 8 % verteilt (siehe Bild).

 

Warnstreiks werden fortgesetzt

werden die Warnstreiks am Freitag, den 08.02.2008  fortgesetzt. Zu Arbeitsniederlegungen kommt es dann u.a. in Bochum, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Mülheim und Osnabrück.

 

Am Montag, den 11.02.2008 folgen weitere Warnstreiks in Dortmunder Betrieben. Am Dienstag, den 12.02.2008 wird in dritter Runde ab 15.00 Uhr in Gelsenkirchen verhandelt.

 

Druckansicht weiterempfehlen
Share/Bookmark/Subscribe


Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.