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17.12.2007
Ab Januar: 7,1 Prozent mehr für die Beschäftigten bei Loewe

Jetzt ist endlich die Belegschaft des Fernseh-Gerätehersteller Loewe aus Kronach dran: Nach Jahren des Verzichts gibt es ab Januar 2008 eine saftige Erhöhung der Löhne und Gehälter. Damit haben die Kolleginnen und Kollegen wieder Anschluss an das Niveau des Tarifvertrags. Das war überfällig. Denn Loewe hat nicht nur technologisch wieder eine Spitzenposition.

Auch der Gewinn, den schlussendlich die Beschäftigten erwirtschaften, ist Spitze: Das Ergebnis (vor Zinsen und Steuern) stieg in den ersten drei Quartalen 2007 um 41 Prozent gegen– über dem Vorjahr.

Ein Blick in die aktuellen Tariftabellen war für Loewe-Beschäftigte bisher kein Anlass zu besonderer Freude. Das Management hatte die Entwicklung der Flachbildschirme glatt verpennt und die Firma rutsche 2003/2004 in eine bedrohliche Krise. In dieser bedrohliche Schieflage hatten die Beschäftigten – um den Betrieb zu retten - schmerzhafte Einschnitte akzeptiert: Gehaltsstundung, weniger Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Verschiebung der Tariferhöhung – abgesichert freilich durch Verträge, die eine Rückzahlung des Belegschaftsdarlehens vorsehen.

Jetzt steht Loewe wieder gut da. Und: Die Geschäftsleitung hält sich an die Tarifvereinbarung. Ab 1.1.2008 wird wieder das volle Gehalt gezahlt. Jetzt macht auch den Loewe-Beschäftigten der Blick in die Tariftabelle durchaus Spaß.

Loewe steht wieder gut da. Die Belegschaft hat große Anstrengungen unternommen, die Geschäftsleitung hat sich an die Vereinbarungen gehalten und kehrt zum Tarifvertrag zurück. Das alles war nur möglich, weil ein starker Betriebsrat zusammen mit der IG Metall ein Konzept entwickelte, wie trotz der Krise des Unternehmens die Arbeitsplätze, die Arbeitsbedingungen und auch die Entlohnung langfristig gesichert werden können. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Interessenvertretung der Belegschaft stark ist.

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