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Kampagne Leiharbeit




Automobilkonferenz 2010
25.01.2010

Von: MJ

Sichere Arbeit - sichere Löhne

Noch vor der Tarifrunde laufen in Bayern und in allen anderen Bezirken der IG Metall Sondierungsgespräche mit den Arbeitgebern. Dabei geht es um unser wichtigstes Anliegen im Jahr 2010: Die Sicherung der Arbeitsplätze. Die IG Metall hat den 9. Februar als Frist gesetzt. Dann will sie bewerten, ob bei den Gesprächen etwas Substanzielles für die Arbeitnehmer herausgekommen ist.

Es ist Eile geboten. Die Regelungen zur Kurzarbeit werden in nicht wenigen Betrieben bereits 2010 auslaufen. Die konjunkturelle Lage hat sich erholt, freilich nur minimal. Wie sich die Auftragslage in den nächsten Monaten entwickeln wird, vermag niemand zuverlässig vorauszusagen. Deswegen steht bei den Sondierungsgesprächen die Frage im Mittelpunkt, mit welchen Instrumenten die Arbeitsplätze gesichert werden können.

Positionen noch weit auseinander

Die ersten beiden Runden der Sondierungsgespräche mit dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) zeigten, dass die Unternehmer bereit sind, über die Sicherung der Arbeitsplätze ernsthaft nachzudenken. Das ist ja auch in ihrem Interesse. Denn wer jetzt entlässt, bekommt Probleme, wenn die Konjunktur wieder anspringt. Qualifizierte Arbeitskräfte sind Mangelware. Trotzdem liegen die Positionen zwischen dem VBM und der IG Metall Bayern noch weit auseinander.

Im Einzelnen spricht die IG Metall Bayern mit dem VBM über folgende Punkte:

  • Kurzarbeit: Die IG Metall will fest vereinbaren, dass sie voll ausgeschöpft wird, bevor Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung zum Zuge kommen.
  • Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung: Wo Kurzarbeit nicht mehr möglich ist, soll die Arbeitszeit weiter gekürzt werden können. Allerdings mit einem Teillohnausgleich.
  • Altersteilzeit: Die Betriebe sollen die Altersteilzeit nutzen.
  • Übernahme: Sie soll auch in der Krise gesichert werden. Junge Fachkräfte sollen mit einer Kombination aus Übernahme und Modellen der Weiterbildung vor Entlassungen und Arbeitslosigkeit bewahrt werden.
  • Leiharbeit: Die IG Metall will die Voraussetzungen regeln, wann und zu welchen Bedingungen Leiharbeitnehmer eingesetzt werden dürfen.

Information in den Betrieben

Mit aktuellen Tarifnachrichten (siehe pdf-Datei im Anhang) werden heute die Beschäftigten in den Betrieben der bayerischen Metall- und Elektroindustrie über den aktuellen Stand der Sondierungsgespräche, über die Inhalte des geplanten Jobpakets und den weiteren Zeitplan informiert.

Werner Neugebauer: „In allererster Linie geht es jetzt darum, Entlassungen zu vermeiden. 60 000 Arbeitsplätze stehen in den nächsten Jahren alleine in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie auf dem Spiel. 40 000 Arbeitsplätze haben wir im vergangenen Jahr bereits verloren. Deswegen hat die Beschäftigungssicherung für uns oberste Priorität. Es kann und darf nicht sein, dass sehr viele Kolleginnen und Kollegen arbeitslos werden und damit schnell in Hartz IV landen. Wir wissen aber auch, welch tiefe Löcher die Kurzarbeit in die Kassen der Beschäftigten gerissen hat. Auch deswegen müssen wir um eine Entgelterhöhung kämpfen. Darüber hinaus gibt es nicht wenige Betriebe, in denen der Laden nach wie vor ordentlich brummt.“

Dateien:
tn1-2010_ansicht.pdf
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