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24.02.2010 Von: HR
Beim Streiken ganz hinten
... ist Deutschland einer aktuellen Studie zufolge nicht nur wegen der ungewöhnlichen Metall- und Elektro-Tarifrunde 2010 - und trotz der Aktionen im öffentlichen Dienst und den Lufthansa-Cockpits. Noch weniger wird nur in der Schweiz, der Slowakei und Japan gestreikt.
Wie die FAZ berichtet, haben das die Forscher des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft herausgefunden. Im Jahrsdurchschnitt verbuchte der Untersuchung zufolge von 2000 bis 2008 Spanien mit 164 Arbeitstagen pro 1.000 Arbeitnehmern am meisten Streiktage. Den zweiten Platz nimmt weltweit Kanada mit 152 Tagen ein, in der Europäischen Union Frankreich mit 102, gefolgt von Italien mit 88 Tagen.
Deutschland liegt, ausnahmsweise einmal wohl eher willkommen, auf einem der Schlusslichtplätze - fünf Tage auf 1.000 Arbeitnehmer pro Jahr, da kann auch das Arbeitgeberlager keinen großen volkswirtschaftlichen Schaden hineininterpretieren. In Japan und der Slowakei gab es im untersuchten Zeitraum offenbar überhaupt keine Streiks.
Insgesamt ist die Anzahl großer Arbeitskonflikte rückläufig. Eine Ursache dafür ist der Strukturwandel von der tendenziell eher streikbereiten Industrie zur Dienstleistungswirtschaft. Auch sind Streiks nach Einschätzung der Forscher mittlerweile aufgrund vernetzter und damit störanfälliger Produktionsketten effizienter; zu guter - oder schlechter - Letzt erschwere Mitgliederschwund der Gewerkschaften die Mobilisierung der Arbeitnehmer.
 

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