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02.02.2007
In Bayern protestierten 70 000 gegen Rente mit 67

(Pressedienst 11/2007) An den Aktionen der IG Metall Bayern gegen die „Rente mit 67“ haben sich in den letzten Tagen insgesamt 70 000 Menschen in über 200 Betrieben beteiligt.

Kundgebung bei Läpple, Regensburg

In dieser Zahl sind ausschließlich die Aktionen erfasst, die in der Arbeitszeit stattgefunden haben und unmittelbare Auswirkungen auf den Produktionsablauf hatten bzw. zu Produktionsstillstand geführt haben. Darüber hinaus gab es zahlreiche Infostände, Flugblattverteilungen, Postkartenaktionen und Abstimmungen in den Betrieben an denen sich noch einmal etwa 20 000 Beschäftigte beteiligt haben.

Außerordentlich beeindruckt von dieser großen Beteiligung zeigte sich Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern und äußerte die Hoffnung, dass dieses kraftvolle Signal auch in Berlin nicht überhört werden könne. Den Politikern der Große Koalition warf Neugebauer mangelnde Kenntnisse der Arbeitswelt vor.

Werner Neugebauer: „Wer ernsthaft glaubt, die Menschen könnten bis 67 arbeiten, hat von der Realität in den Betrieben keine Ahnung. Mag ja sein, dass manche Politiker erst mit 67 auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft angekommen sind. Die meisten Beschäftigten aber arbeiten unter einem physischem und psychischem Stress, der einen Verbleib bis 67 nur unter Preisgabe der Gesundheit möglich macht.“

Der Bezirksleiter der IG Metall Bayern forderte die handelnden Politiker auf, sich mal für drei oder vier Wochen der Realität der Fließbandarbeit, der Arbeit einer Krankenschwester, eines Maurers oder am Hochofen auszusetzen, bevor sie im Bundestag endgültig die Hand zur Erhöhung des Renteneintrittsalters heben.

Neugebauer nannte es „ein Ärgernis“, dass Politiker, die schon nach einer Handvoll Jahre als Abgeordnete Pensionsansprüche erworben haben, von denen die meisten Beschäftigten auch nach 40 Jahren Arbeit nur träumen können, so über die Köpfe der Betroffenen hinweg diskutieren.

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