(Pressedienst 92/2006) Zu den Meldungen von heute, wonach der Holzwerkstoff-Hersteller Pfleiderer einen radikalen Stellenabbau und die Vernichtung von bis zu einem Drittel der 2600 Stellen in Deutschland plane, erklärt die IG Metall Bayern: Es gibt bei Pfleiderer einen Standortsicherungsvertrag mit der IG Metall.
Nach diesem dürfen während der Laufzeit des Tarifvertrages keine Standorte der Gesellschaft geschlossen werden, betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen.
Dafür verzichten die Beschäftigten in den Jahren 2006 und 2007 auf Entgelterhöhungen und die Arbeitszeit wurde um 3 Stunden erhöht. Diese Stunden werden nicht bezahlt.
Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Der Laden brummt, aber der Vorstand bekommt offenbar den Hals nicht voll und jetzt soll wieder die Belegschaft bluten. Hans Overdik will offensichtlich den Aktienkurs treiben und von Managerfehlen ablenken. Overdik will wohl als zweiter Klaus Kleinfeld in die Sherholdergeschichte eingehen, aber genauso wie Kleinfeld wird auch Herr Overdik lernen müssen, dass absprachen und Verträge einzuhalten sind“.


