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29.06.2007
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – muss auch für die Ferienarbeiter bei Schaeffler gelten!

(Pressedienst 40 / 2007) Im Weltkonzern Schaeffler, dem zweitgrößter Wälzlagerhersteller, hängt wieder der Haussegen schief. Grund ist die Weigerung des Unternehmens trotz massiver Interventionen der Betriebsräte und des Gesamtbetriebsrats, Ferienarbeiter wie in der Vergangenheit nach Metalltarif bzw. angelehnt an den Metalltarif zu bezahlen.

Künftig sollen Ferienarbeiter teilweise über Zeitarbeitsfirmen eingestellt und deutlich niedriger bezahlt werden. Dadurch bekommen Ferienarbeiter z.B. in Schweinfurt über 400 € im Monat weniger als nach der niedrigsten Metall-Lohngruppe.

 

Die Schaeffler Gruppe verteidigt ihren Tarifbruch mit der Anpassung an marktübliche Löhne. Außerdem gebe es immer noch genügend Interessenten für die Ferienarbeit.

 

Für Bayerns IG Metall-Chef Werner Neugebauer ist die Bezahlung auch der Ferienarbeiter eine Frage des Prinzips. Der Metalltarif schützt alle Beschäftigten in dieser Industrie gegen den freien Fall der Löhne nach unten.

 

Neugebauer: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das muss auch für Ferienjobber gelten! Mit dem Argument marktüblicher Löhne können künftig auch Staplerfahrer oder Buchhalter aus dem Metalltarif herausgenommen werden.“ Neugebauer wirft der Schaeffler Gruppe Doppelzüngigkeit vor: „Einerseits wird der Fachkräftemangel beklagt. Gleichzeitig sollen die künftigen Fachkräfte billig abgespeist werden.“

 

Neugebauer empfiehlt der Schaeffler Gruppe außerdem den Blick nach Österreich. Dort garantiert ein allgemein gültiger, umfassender Tarifvertrag Leiharbeitnehmern den gleichen Lohn (inklusive aller Zuschläge) wie der Stammbelegschaft des aufnehmenden Betriebes.

 

 

Hinweis

Das gemeinsame Flugblatt der IG Metall Betriebsräte der Schaeffler KG in Schweinfurt und der IG Metall Verwaltungsstelle Schweinfurt finden Sie im Anhang.

 

 

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