aktueller Pfad: Home » Nachrichten » Ansicht
13.08.2009
Die aktuelle Krise ist nicht die Ursache der Insolvenz von Escada

(Pressedienst, 19 / 2009) "Die Insolvenz von Escada ist keine Folge der aktuellen Krise, sondern hat ihre Ursache in hausgemachten Problemen und gravierenden Managementfehlern früherer Vorstände", sagt Jürgen Wagner von der IG Metall Bayern und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Escada.

Im Gegensatz zu anderen renommierten Modehäusern ist es Escada in den letzten Jahren nicht gelungen Modelle und Passformen zu entwerfen, die Anklang bei den Kunden finden. Die aktuelle Weltwirtschaftskrise sei allenfalls der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, so Wagner.

Auf den Insolvenzverwalter kommt jetzt, angesichts der Komplexität des Unternehmens, eine schwierige Aufgabe zu.

Die IG Metall Bayern fordert den Insolvenzverwalter auf, nicht einfach nur die Markenrechte zu verkaufen, um die Gläubiger zu befriedigen, sondern sich auch den Arbeitsplätzen verpflichtet zu fühlen. Die Arbeitnehmer sind hoch motiviert und sehr engagiert bei der Sache.

Wagner: "Die Bondholder haben die Sanierung durch das Nichterreichen der Mindestumtauschquote verhindert, die Arbeitsplätze waren ihnen dabei völlig gleichgültig. Deshalb kann aus unserer Sicht auf diese Gläubigergruppe auch keine Rücksicht genommen werden. Unser Ziel muss es sein, möglichst die Arbeitsplätze zu erhalten."

Betroffen sind von der Insolvenz weltweit etwa 2.200 Beschäftigte, davon am Stammsitz des Unternehmens in Aschheim bei München etwa 500 Beschäftigte.

Druckansicht weiterempfehlen
Share/Bookmark/Subscribe


Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.