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30.11.2009 Von: MJ
IG Metall bei Audi: Mit klarem Kurs Richtung Betriebsratswahl
Am Samstag verabschiedete die IG Metall bei Audi einstimmig die Kandidatenliste zur Betriebsratswahl 2010. An der Spitze der Liste mit 117 Kandidatinnen und Kandidaten stehen der Betriebsratsvorsitzende von Audi, Peter Mosch, der Geschäftsführer des Betriebsrats, Max Wäcker, und Jörg Schlagbauer, Vorsitzender der IG Metall Vertrauenskörperleitung.
 v.l.n.r.:Johann Horn, Max Wäcker, Peter Mosch und Jörg Schlagbauer (zum Vergrößern bitte anklicken)
725 Delegierte aus allen Bereichen kamen zu der Versammlung, um über die Liste abzustimmen. „Wir haben eine starke Liste, die nicht nur alle Bereiche im gesamten Werk abdeckt, sondern auch die Beschäftigtenstruktur bei Audi widerspiegelt“, so Jörg Schlagbauer. „Unsere Kandidaten sind zwischen 20 und 59 Jahre alt. Damit sind alle Alterskategorien vertreten und wir haben mit durchschnittlich 44 Jahren ein junges Team am Start. Besonders der Anteil der Frauen auf der Wahlliste kann sich sehen lassen: Er liegt bei fast 20 Prozent.“ Zum Vergleich: Der Frauenanteil bei Audi beträgt knapp 13 Prozent.
Garant für den sozialen Frieden
Jörg Schlagbauer betonte, die IG Metall bei Audi sei gut aufgestellt für die Wahl ebenso wie für die Herausforderungen der nächsten vier Jahre. In seiner Rede erinnerte er an die Erfolge der letzten vier Jahre, wie die Verhinderung der Ausweitung des Ergänzungstarifvertrags bei Audi, und gab einen Ausblick für die Zukunft: „Wir sind für alle Beschäftigten bei Audi da. Wir haben sehr viele Erfolge vorzuweisen. Als nächstes Schwerpunktthema nehmen wir die Alterteilzeit in Angriff! In die Betriebsratswahl gehen wir mit klaren Werten, klaren Zielen und einem klarem Kurs!“
Der Betriebsratsvorsitzende Peter Mosch erläuterte die wirtschaftliche Situation der AUDI AG. Mosch erklärte: „Wir bei Audi stehen trotz der Krise gut da.“ Er betonte, wie wichtig es sei, dass die Mannschaft bei Audi sich mutig und vorausblickend den technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft stellen wird. Als ein wichtiges Beispiel nannte er den Baubeginn für den neuen A3-Karosseriebau im Audi Werk Ingolstadt. „Wir nehmen die Themen der Zukunft an. Das entscheidende davon ist der Elektroantrieb. Die Mobilität der Zukunft wird durch die Elektrifizierung der Antriebstechnologie geprägt. Deshalb ist es besonders wichtig für uns als IG Metaller und Betriebsräte, die Weiterbildung und Qualifizierung der Belegschaftsmitglieder für die damit verbundenen neuen Arbeits- und Berufsfelder voranzutreiben.“ Dabei steht die grundlegende Einigkeit über die Gleichrangigkeit von Beschäftigungssicherung und Wirtschaftlichkeit als Unternehmensziel im Vordergrund.
Johann Horn, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt, blickte zuversichtlich auf die kommende Betriebsratswahl. Er betonte die Bedeutung der 2010 anstehenden Wahlen für die Arbeitnehmer: „Die Mitbestimmung der Betriebsräte ist eine zentrale Säule einer sozialen Gesellschaft, sie ist die Quelle der industriellen Demokratie und damit ein Garant für den sozialen Frieden in unserem Land und in den Unternehmen.“
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