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12.04.2006
Arbeitgeberangebot enttäuschend und nicht akzeptabel

(München) Bei der Demonstration vor dem Verhandlungslokal beteiligten sich 500 Arbeiter, Angestellte und Auszubildende. Bei der anschließenden Tarifverhandlungen überreichten die Auszubildenden den Arbeitgebern ein Wohlfühlkissen, mit der Aufschrift: Klingelt es? Wir sind hellwach - 40 Euro sonst gibt es Krach.

Das Angebot der bayerischen Metallarbeitgeber von 1,2 Prozent höhere Einkommen für die nächsten beiden Jahren sowie Einmalzahlungen und den geforderten Verzicht der Ausbildungsvergütungen und die Verlängerung der Arbeitszeit bei Neueinstellungen ist für die IG Metall Bayern nicht akzeptabel. „Das Angebot ist weder beschäftigungsfördernd noch konjunkturstabilisierend,“ sagte Richard Polzmacher, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern. Diese Offerte ist ein Hindernis für die Lösung des Tarifkonflikts.“

Polzmacher wertet die kostenlose Mehrarbeit als Beschäftigungskiller und bringt nicht die zu erwartenden Arbeitsplätze. „Betriebe, die höhere Aufträge haben, können Leute einstellen, da sie dadurch auch höhere Erlöse erzielen. Die IG Metall weist den Vorschlag der Arbeitgeber auf erneute Anrechnung von den Vermögenswirksamen Leistungen auf das Tarifergebnis ab. Die Arbeitgeber wollen, dass ein neuer Vertrag mit 0,3 Prozent in das Tarifergebnis einfließen solle.

Ein Verzicht bei den Ausbildungsvergütungen ist nach Polzmachers Ansicht der falsche Weg. „Die Arbeitgeber haben die soziale und gesellschaftliche Verpflichtung genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen." Die IG Metall verschließe sich nicht Gesprächen, um zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen, aber nicht zu Lasten der Ausbildungsvergütungen.

Entschieden lehnt die IG Metall auch die betriebliche Möglichkeit zur Abweichung bei den angebotenen Einmalzahlungen ab. „Damit ist klar, wo die Richtung hingeht: Am Verhandlungstisch wird was vereinbart und in vielen Betrieben wird dieses Ergebnis wieder eingesackt.

Für kommenden Mittwoch wird die IG Metall Bayern die große Tarifkommission zur Beratung und Bewertung der Arbeitgeberangebote einladen. Dort wird die IG Metall auch über das weitere Vorgehen beraten.

Die IG Metall fordert 5 Prozent höhere Einkommen, 40 Euro mehr Ausbildungsvergütung, die Verlängerung der Vermögenswirksamen Leistungen sowie tarifliche Regelungen für Innovation und Qualifikation.

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Tarifrunde 2012

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