(Pressedienst 1 / 2009) Die IG Metall Bayern, der VBM - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. und Bayerns Wirtschaftsministerium haben eine enge Kooperation in der aktuellen Krisensituation vereinbart.
Bei einem Spitzentreffen zwischen Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, dem Hauptgeschäftsführer des VBM, Bertram Brossardt, und dem Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer, hat Wirtschaftsminister Zeil die zwischen VBM und IG Metall bereits bestehende Task Force „Arbeitsplatzerhalt Bayern“ begrüßt. Ziel der Task Force ist die Standortsicherung in der Wirtschaftskrise.
Der VBM, die IG Metall und das Wirtschaftsministerium haben den schnellen Informationsaustausch vereinbart. Die Beteiligten wollen gemeinsam alles in ihrer Macht stehende tun, um Arbeitsplätze und Fachwissen in den bayerischen Betrieben langfristig zu erhalten.
Die Tarifvertragsparteien und der Freistaat wollen aktuelle Informationen sofort austauschen und den Unternehmen bei Bedarf mögliche Hilfsmaßnahmen aufzeigen. Tarifvertragliche Möglichkeiten müssten schnell kombinierbar sein mit den Programmen der Bundesagentur für Arbeit sowie den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen. Gerade die neuen Möglichkeiten des bayerischen Mittelstandsschirms und der Konjunkturpakete I und II des Bundes müssten gezielt genutzt werden.
Wirtschaftsminister Martin Zeil: „Ich freue mich sehr, dass die Tarifparteien im Metall- und Elektrobereich in der Krise zusammenrücken. Dies ist ein positives Signal gegenüber den Beschäftigten und der Staatsregierung. Wir werden auch weiterhin alles dafür tun, dass unsere Instrumente greifen und die staatlichen Hilfen nachhaltig Arbeitsplätze in Bayern sichern.“
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des VBM: „Ich begrüße, dass VBM, IG Metall und das Wirtschaftsministerium in engem Schulterschluss zusammenarbeiten. Die derzeitige Konjunkturentwicklung erfordert, dass wir vorbehaltlos an einem Strang ziehen. Wir müssen alles tun, die Unternehmen wirksam dabei zu unterstützen, möglichst viele Jobs über die Konjunkturkrise hinweg zu sichern. Schnelles und effizientes Handeln ist in der Krise von entscheidender Bedeutung.“
Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Die Tarifverträge der M+E-Industrie bieten eine ganze Reihe von wirksamen personalpolitischen Maßnahmen, um auch im Abschwung Arbeitsplätze zu sichern. Das Hauptproblem vieler Betriebe sind die fehlenden finanziellen Mittel für Zwischenfinanzierungen und Überbrückungsfinanzierungen. Hier brauchen wir die Unterstützung der Politik. Von den Banken erwarten wir, dass sie die Milliardenhilfen, die sie von den Steuerzahlern bekommen, jetzt auch zügig für eine verbesserte Kreditvergabe nutzen.“


