Heute morgen ging es rund am Nordtor von Schaeffler in Herzogenaurach. Die Jugend- und Auszubildendenvertretung sammelte zusammen mit den Auszubildenden, Unterschriften für die Übernahme der im Sommer auslernenden Azubis.
Bei einer Unterschriftensammlung vor dem Werkstor haben sich rund 1000 Schaeffler-Beschäftigte mit den Forderungen der jungen Kollegen solidarisch erklärt, berichteten Betriebsrat und die IG Metall Erlangen.
Bislang ist die Übernahme bei Schaeffler nie ein Thema gewesen. „Nun sollen sie die ersten sein, die bei Schaeffler gehen müssen“, sagte die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung, Hanna Köhler. Die Auszubildenden gehörten zu den großen Verlierern bei Schaeffler.
Mit gelber Farbe gesprüht, war vor den Toren von Schaeffler, übergroß „Perspektive – Sicherheit - Übernahme“ zu lesen. Die Kollegen ließen sich nicht zweimal um ihre Unterschrift bitten. In wenigen Stunden konnten die Azubis zusammen mit der Jugend- und Auszubildendenvertretung über 1.000 Unterschriften sammeln.
„Wir sind alle sehr begeistert, von der großen Unterstützung unserer Kollegen“, so Norbert Lamm (Betriebsrat bei Schaeffler), „für uns ist erst Schluss, wenn die Geschäftsleitung den Azubis ein Übernahmeangebot unterbreitet.“
„Operation Übernahme“
Deren bundesweite Kampagne „Operation Übernahme“ ist die öffentliche Forderung nach Sicherheit und Perspektiven für die junge Generation. „Unser Ziel ist die tarifvertraglich gesicherte Übernahme aller Auszubildenden“, sagt Roland Wehrer (Jugendsekretär der IG Metall Erlangen). „In der Krise sind es die Azubis, die es nach den Leiharbeitern zu aller erst trifft.“ so Wehrer weiter: „Das wird die IG Metall Jugend nicht hinnehmen – Wir kämpfen für die Übernahme aller Azubis.“





