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23.01.2009
Sechs Tage Kurzarbeit bei Audi in Ingolstadt und Neckarsulm

Audi hat für die Werke Ingolstadt und Neckarsulm eine Kurzarbeitsphase für sechs Werktage vom 20. bis 27. Februar beschlossen. Die Regelung betrifft rund 25.000 Mitarbeiter. Von der Kurzarbeit ausgenommen sind die Bereiche, die nicht direkt mit der Produktion von Automobilen zusammenhängen.

Auch wenn Audi 2008 mit einer Million verkauften Autos erneut mit einer Absatz-Bestmarke abgeschlossen hat, kann sich das Unternehmen dem Sog der Finanzkrise nicht dauerhaft entziehen. Dr. Werner Widuckel, Audi Vorstand Personal- und Sozialwesen, stellt dazu fest: „Die Gesamtnachfrage auf einigen großen Märkten gerade in den letzten Wochen hat so stark nachgelassen, dass auch wir gezwungen sind, zu handeln. Wir reagieren damit auf die negative Entwicklung der Nachfrage auf den weltweiten Automobilmärkten.“ Das Unternehmen schöpfe alle möglichen personalpolitischen Instrumente aus. Personal- und Produktionsdrehscheiben zwischen den Werken werden schon seit langem erfolgreich genutzt, um die Standorte möglichst gleichmäßig auszulasten. Widuckel betont: „Durch die Nutzung der Kurzarbeit sichern wir die Beschäftigung in Vertrauen auf gute Zukunftsperspektiven.“ Das Unternehmen halte weiterhin an seinem langfristigen Wachstumsziel fest und setze die Modelloffensive wie geplant fort.

Unternehmensleitung und Betriebsrat sind sich einig, dass die Zukunft des Stammpersonals bei Audi gesichert ist. Dies dokumentiert auch die Vereinbarung „Zukunft Audi“, die betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahre 2011 ausschließt.

Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der AUDI AG, Peter Mosch erklärt: „Die Betriebsräte in Ingolstadt und Neckarsulm werden dem Antrag des Unternehmens auf Kurzarbeit zustimmen können.“ Er betont auch, dass Kurzarbeit der Beschäftigungssicherung diene. „In der Betriebsvereinbarung ‚Zuschuss zum Kurzarbeitergeld’ haben wir mit dem Vorstand eine Bruttoaufstockung des Kurzarbeitergeldes vereinbart. Die Entgelte sollen dadurch weitestgehend ausgeglichen werden.“

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