"Wir werden alle Optionen nutzen um den Ausverkauf bei Airbus zu verhindern", sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste. Die IG Metall hat Airbus den Beschluss der betrieblichen Tarifkommission übermittelt und den Konzern aufgefordert in Bezug auf die Werksverkäufe in einen konstruktiven Dialog einzutreten.
Die betriebliche Tarifkommission der Airbus Standorte und des EADS Standort Augsburgs unterstützt die politischen Forderungen des GBR´s der Airbus GmbH in Bezug auf die Auseinandersetzung um das Power8-Programm, insbesondere die Werksverkäufe. Für die betroffenen Beschäftigten fordert die Tarifkommission eine vertraglich fixierte Zukunftsperspektive. Dazu gehören insbesondere eine langfristige Standortgarantie für die betroffenen Werke und ein langfristiger Kündigungsschutz bis mindestens 2015.
Außerdem fordert die Tarifkommission die langfristige Fortführung der tariflichen Regelungen, die langfristige Fortführung der arbeitsrechtlichen und sozialrechtlichen Standards sowie die Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen und den vertragliche Ausschluss von weiteren Verlagerungen durch die potenziellen Investoren.
Die Tarifkommission hat die IG Metall Küste beauftragt, in Abstimmung mit dem Vorstand der IG Metall und den anderen betroffenen Bezirksleitungen für den Fall der Veräußerung von Standorten und weitergehender Angriffe auf tarifvertragliche Bestimmungen die Aufstellung von Tarifforderungen gegen Airbus, zu prüfen.
Gleichzeitig machte die IG Metall im Vorfeld der Sitzung des EADS-Verwaltungsrat am Freitag deutlich, dass sie gewillt ist für die Zukunft der Standorte und den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen: „Wenn die Airbusführung an ihren Outsourcingplänen festhält, werden wir für die Zukunftsfähigkeit der Werke weiter streiten. Insbesondere für eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie die langfristige Zusicherung von Arbeitspaketen und Tarifstandards. Ohne eine Sicherheit für die Werke und Mitarbeiter zeichnet sich ein schwerer Konflikt bei Airbus ab“, sagte die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau.



