aktueller Pfad: Home » Nachrichten » Ansicht
01.08.2008
Pforzheimer Abkommen bis 2011 verlängert
M+E-Tarifvertragsparteien sichern und schaffen Jobs in Bayern

(Pressedienst 34 / 2008) Die Flexibilität des sogenannten „Abkommens von Pforzheim“ hat sich für die Betriebe und die Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektroindustrie bewährt. Seit Inkrafttreten der Regelung 2004 konnten dadurch im Freistaat mehr als 20.000 Arbeitsplätze und Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro gesichert werden.

5.000 Arbeitsplätze wurden Dank des Abkommens neu geschaffen.

Das Pforzheim-Abkommen ermöglicht Firmen, vorübergehend durch den Abschluss von Ergänzungstarifverträgen die flächentariflichen Standards zu unterschreiten. Voraussetzung ist, dass dadurch Beschäftigung im Inland geschaffen oder gesichert wird. Seit 2004 sind in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 160 derartige Ergänzungstarifverträge geschlossen worden.

 

In diesen Tagen haben sich die IG Metall Bayern und der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) auf eine Verlängerung des Abkommens bis Ende 2011 geeinigt. Die Tarifvertragsparteien haben darüber hinaus beschlossen, den „Tarifvertrag Beschäftigungssicherung“ ebenfalls bis 2011 fortzuführen und in das Pforzheim-Abkommen zu integrieren.

 

Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Dort wo man sich bei den Verhandlungen in den Betrieben an die Kriterien ‘Aufbau und Sicherung der Beschäftigung‘ gehalten hat, hat sich das Pforzheimer Abkommen bewährt. Es gab aber auch Einzelfälle, wo man erfolglos versucht hat, Belegschaft, Betriebsräte und IG Metall über den Tisch zu ziehen und die Finanzierung von Investitionen durch die Beschäftigten bezahlen zu lassen, obwohl es dem Unternehmen wirtschaftlich glänzend geht. Die IG Metall hat sich gegen solche Ansinnen in der Vergangenheit erfolgreich gewehrt und wird diesen Missbrauch des Pforzheimer Abkommens auch in der Zukunft nicht dulden.“

 

Der Tarifvertrag Beschäftigungssicherung ermöglicht es den Firmen, durch Arbeitszeitverkürzungen schnell und flexibel auf Auftragsrückgänge zu reagieren. Darüber hinaus enthält er eine Klausel, die die Übernahme von Auszubildenden nach der Lehre für 12 Monate garantiert.

 

Neugebauer: “Die Übernahme der Auszubildenden sichert jedes Jahr 7.000 jungen Menschen nach der Ausbildung eine berufliche Perspektive.“

 

Die Kombination von Pforzheim-Abkommen und Tarifvertrag Beschäftigungs­sicherung erhält den Namen „Tarifvertrag Beschäftigungsentwicklung“.

 

Druckansicht weiterempfehlen
Share/Bookmark/Subscribe


Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.