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23.11.2007
Tarifbindung zahlt sich aus - auch unterm Weihnachtsbaum

Fast 70 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld). Positiv wirkt sich aus, wenn Betriebe tarifgebunden sind. 83 Prozent der befragten Beschäftigten in Betrieben mit Tarifbindung bekommen eine Jahressonderzahlung, in Betrieben ohne Tarifbindung sind es nur 56 Prozent.

Ein klassisches Weihnachtsgeld erhalten 71 Prozent der Beschäftigten, die nach Tarif bezahlt werden, verglichen mit 44 Prozent in Betrieben ohne Tarifbindung. Dies ergibt eine Auswertung des LohnSpiegels, durchgeführt vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut in der Hans-Böckler-Stiftung (WSI).

Am weitesten verbreitet ist das klassische Weihnachtsgeld. Dies erhält gut die Hälfte der Befragten (57 Prozent). 13 Prozent der Beschäftigten erhalten eine Gewinnbeteiligung und 16 Prozent eine andere Form der Sonderzahlung. Nur ein kleiner Teil der Beschäftigten erhält zusätzlich zum Weihnachtsgeld eine Gewinnbeteiligung oder eine andere Sonderzahlung.

Nach dieser Erhebung werden brutto durchschnittlich 1609 Euro Weihnachtsgeld gezahlt. Im Westen liege der Mittelwert bei 1669 Euro, im Osten dagegen nur bei 1071 Euro. 

Die höchsten tariflichen Sonderzahlungen werden demnach im Bankgewerbe und in der Süßwarenindustrie gezahlt, wo sie im Normalfall bei 100 Prozent eines Monatseinkommens liegen. In der Druck- und Chemie-Industrie betrage das Weihnachtsgeld grundsätzlich 95 Prozent und bei Versicherungen 85 Prozent eines Gehalts.

In der sowie Metallindustrie (West) werden 55 Prozent gezahlt, in der Metallindustrie Ost 50 Prozent. Kein Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk und im Bauhauptgewerbe Ost.

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