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10.01.2008
BMW mit neuen Rekorden bei allen drei Marken

BMW hat im vergangenen Jahr mehr Autos verkauft als je zuvor. Für das abgelaufene Geschäftsjahr melden alle drei Marken, BMW, MINI und Rolls-Royce neue Absatzrekorde. Insgesamt konnten weltweit 1 500 678 Fahrzeuge ausgeliefert werden (2006: 1 373 970). Dies entspricht einem Zuwachs von 9,2 Prozent. Auf dem deutschen Markt musste BMW allerdings Einbußen hinnehmen.

Stefan Krause

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wurde bei der Marke BMW mit 1 276 793 Fahrzeugen der Vorjahreswert (1 185 088) um 7,7 Prozent übertroffen. Ein kräftiges Plus verbuchte auch MINI – im Vergleich zum Vorjahr legte die Marke um 18,5 Prozent auf 222 875 Auslieferungen zu. Mit 1 010 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2007 verzeichnet Rolls-Royce Motor Cars im Vergleich zum Vorjahr ein Absatzplus von 25,5 Prozent.

                                                                                    

„Wir haben unser für 2007 gestecktes Absatzziel – ein Wachstum im höheren einstelligen Prozentbereich – vollständig erreicht“ sagte Stefan Krause, der im Vorstand der BMW AG für Vertrieb und Marketing verantwortlich ist.

 

Klarer Spitzenreiter im BMW Modellprogramm ist der BMW 3er mit seinen Varianten Limousine, Touring, Coupé und Cabrio, 2007 entfielen 37 Prozent des Gesamtabsatzes der BMW Group auf diese Modellreihe, die um 9,2 Prozent auf jetzt 555 219 Einheiten zulegte.

 

Der BMW 5er, gemessen am Volumen auf dem zweiten Platz, hat im abgelaufenen Jahr mit 230 845 verkauften Automobilen das hohe Vorjahresniveau (232 193) nahezu gehalten. Platz drei nimmt die BMW 1er Reihe mit 165 803 Auslieferungen ein (Vj.: 151 918).

 

Auch BMW Motorrad erzielte 2007 einen neuen Absatzbestwert. Nachdem im Jahr 2006 erstmalig die Marke von 100 000 Einheiten überschritten wurde, konnte BMW Motorrad 2007 mit 102 467 (+2,4 Prozent) Einheiten das Wachstum fortsetzen.

 

In den USA gewachsen in Deutschland geschrumpft

In der Länderbetrachtung waren die USA auch im Jahr 2007 der größte Einzelmarkt für BMW und MINI Automobile. Hier hat die BMW Group mit 335 840 (+7,1 Prozent) Einheiten mehr Fahrzeuge abgesetzt als je zuvor. Damit war BMW im vergangenen Jahr sogar die erfolgreichste europäische Automobilmarke überhaupt auf dem US-Markt. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit insgesamt 284 523 Zulassungen (Vj.: 296 930). Hier wurde das hohe Niveau des Vorjahres aufgrund der höheren Mehrwertsteuer und der Verunsicherung der Verbraucher durch die CO2-Diskussion nicht gehalten. Dennoch hat sich die BMW Group in Deutschland mit einem Rückgang von 4,2 Prozent deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt (-9,2 Prozent).

 

Arbeitsplatzabbau trotz neuer Rekorde

Wie die soeben vermeldeten Rekordzahlen mit dem geplanten Abbau von bis zu 8 000 Arbeitsplätzen zusammen passen soll, wird das Unternehmen nun mal endlich erklären müssen. Da es für die Stammbelegschaft eine Beschäftigungssicherung bis 2014 gibt, soll in diesem Bereich der Stellenabbau auf „freiwilliger Basis" erfolgen, zum Beispiel durch Altersteilzeit oder natürliche Fluktuation. Den größeren Teil der Arbeitsplätze will BMW dadurch einsparen, dass weniger Zeitarbeiter eingesetzt werden. Aber auch bei der Stammbelegschaft von derzeit über 107 000 Beschäftigten sollen nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ mehrere tausend Stellen wegfallen.

 

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