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16.11.2007
Ergänzungstarifvertrag sichert Standort und Beschäftigung
bei AEG Rothenburg

(Pressedienst 54 / 2007) Die IG Metall und die AEG Hausgeräte GmbH haben sich auf Eckpunkte für einen Ergänzungstarifvertrag geeinigt, der langfristig und nachhaltig das Werk in Rothenburg o.d.T. und die dort bestehenden Arbeitsplätze sichert.

AEG Hausgeräte, Rothenburg o.d.T
Fertigung von Elektro-Einbauherden.

Hintergrund ist die nachhaltige Umstellung des Herdwerkes auf neue Technologien im Bereich der Herd- und Kochmuldenfertigung. AEG verpflichtet sich in dem Vertrag, die „Herdplattform der Zukunft“ am Standort Rothenburg zu entwickeln, in Serie zu produzieren sowie die bisherige Fertigungstiefe zu erhalten. Ferner wurden zusätzliche Investitionen in die Entwicklung und den Ausbau der Kochmuldenproduktion vereinbart. Die Gesamtzahl der Auszubildenden wird verdoppelt.

 

Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2013 jeweils für die nächsten beiden Jahre auf der Basis einer zwischen AEG und IG Metall abgestimmten 3-Jahres-Planung ausgeschlossen. Betriebsbedingte Kündigungen sind darüber hinaus erst dann möglich, wenn im Werk keine Leiharbeitnehmer und Werkvertragsarbeitnehmer mehr beschäftigt sind. AEG hat sich zudem verpflichtet, mit dem Betriebsrat Gespräche zum Thema Leiharbeit aufzunehmen und dazu eine eigene Betriebsvereinbarung abzuschließen.

 

Im Gegenzug beteiligen sich die Arbeitnehmer mit 52 Stunden pro Jahr an betrieblichen Qualifizierungsmaßnahmen. Der zusätzliche Qualifizierungsaufwand ist insbesondere im Hinblick auf die Technologieumstellung in den nächsten Jahren erforderlich. Gleichzeitig wurde für 2008 die Einführung des neuen Gemeinsamen Entgeltrahmentarifvertrags vereinbart. Im Zuge der ERA-Einführung werden maximal zehn Prozent des Leistungsanteils des bisherigen Monatsentgelts mit den Tariferhöhungen in den Jahren 2008 bis 2012 verrechnet. Diese Anrechnung ist auf 2% pro Jahr beschränkt.

 

Für den Fall der Nichteinhaltung von Zusagen seitens AEG hat sich die IG Metall ein sofortiges Sonderkündigungsrecht des Ergänzungstarifvertrages vorbehalten, das die Rückzahlung aller Beiträge der Belegschaft zur Folge hätte. Der Vorstand der IG Metall muss dem Vertragswerk noch zustimmen.

 

Sibylle Wankel, die Verhandlungsführerin für die IG Metall Bayern, sprach von schwierigen Verhandlungen und Beiträgen der Belegschaft, die gerade noch vertretbar seien, denn: „Dadurch wird das letzte deutsche AEG-Werk mit rund 1100 Beschäftigten für die nächsten 10 Jahre abgesichert“.

 

Anny Heike, die 2. Bevollmächtigte der IG Metall Fürth betonte, dass es durch diesen Beitrag der Belegschaft gelungen sei, Arbeitsplätze zu Tarifkonditionen in einer Region zu sichern, die durch eine vergleichsweise schwache Wirtschafts- und Einkommensstruktur und hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet ist.

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Tarifrunde 2012

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