Seit Wochen kämpfen die über 400 Beschäftigten des Kolbenherstellers Mahle in Alzenau (Unterfranken) für den Erhalt ihres Standortes. Am 24. März dieses Jahres hatte die Geschäftsführung die Schließung des Werkes beschlossen. Seitdem wird verhandelt. Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten, aber der Teufel steckt im Detail.
Nach weiteren dreitägigen Verhandlungen wurden die Verhandlungen am Freitag unterbrochen. „Die Schließung des Werks steht nicht mehr im Raum“, sagte der IG Metall-Bevollmächtigte Herbert Reitz zum derzeitigen Verhandlungsstand.
Große Schritte
„Wir sind große Schritte vorangekommen, die Positionen zur Weiterführung des Betriebes, der Kolbensysteme und Alternativprodukte, der Weiterführung der Ausbildung, der technischen Ausstattung des Werkes, der Personaldrehscheibe, der Verdienstsicherung bei Versetzungen, der Arbeitnehmer in Altersteilzeit, der Tariferhöhung, der Kurzarbeit, der ERA Einführung, der Regelungen zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld, der Übernahme der Auszubildenden und einer möglichen Transfergesellschaft haben sich angenähert“, sagte Reiz.
Unterschiedliche Auffassungen gibt es aber weiterhin noch über die Laufzeit der Vereinbarungen und die finanzielle Ausstattung des Gesamtpaketes.
Über das Wochenende wurde intern über aktuellen den Stand der Verhandlungen beraten. Am Montag diskutierte der Standortbetriebsrat über das Verhandlungspaket und die Belegschaft wurde über den Verhandlungsstand und die weitere Vorgehensweise informiert.
Die Verhandlungen und Beratungen werden fortgesetzt. Für Donnerstag ist eine Betriebsversammlung am Standort Alzenau geplant. Reitz zeigte sich „vorsichtig optimistisch“, dass bis dahin ein Verhandlungsergebnis vorliegen könnte, über das dann die Gremien beschließen könnten.



