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13.10.2006
IG Metall kritisiert Siemens

(Pressedienst 82/2006) Die IG Metall hat ihre Kritik an der Haltung der Siemens AG im Zuge der Insolvenz der ehemaligen Siemens Handysparte bekräftigt.

Der Sprecher der IG Metall Bayern, Matthias Jena, erklärte heute in München, Vertreter des Unternehmens hätten beim so genannten „Runden Tisch“ zum insolventen Handyhersteller BenQ Mobile und der rund 3.000 Beschäftigten keine weiteren Zugeständnisse gemacht. Insbesondere sei es bei den von Siemens zur Verfügung gestellten 35 Millionen Euro für einen Hilfsfonds für BenQ-Beschäftigte geblieben.

Aus Sicht der IG Metall müsse aber die Fortführung des Geschäftsbetriebes oberste Priorität haben. Dazu seien alle Möglichkeiten ernsthaft zu prüfen. Darauf habe die Gewerkschaft auch in den Gesprächen gedrungen und Zustimmung aller Teilnehmer bis auf Siemens erhalten.

Matthias Jena sagte: „Siemens hat sich keinen Millimeter bewegt. Das Unternehmen bleibt nach wie vor in der Verantwortung für den Erhalt der Arbeitsplätze bei BenQ. Dieser Verpflichtung muss sich Siemens stellen.“

Gestern kamen in München Vertreter der IG Metall, der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Bayern, der Agentur für Arbeit und von Siemens zusammen.

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