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18.10.2007
Hoffen auf Klimawechsel mit Beckstein

Mit Edmund Stoiber waren die Gespräche zum Ende dessen Amtszeit schwierig, sagte IG Metall Bezirksleiter Werner Neugebauer vor Journalisten in Nürnberg. Nun hofft die IG Metall auf einen Klimawandel unter Beckstein.

In seinen ersten Amtsjahren sei Stoiber noch gesprächsbereit, diskussionsfreudig und offen für Argumente gewesen, zuletzt „dermaßen arrogant, dass er jede Kritik als Majestätsbeleidigung verstanden hat“ bedauerte Neugebauer.

 

Beim letzten Gespräch des DGB-Bezirksvorstandes Bayern mit Edmund Stoiber sei es beinahe zum Eklat gekommen, als Stoiber den Gewerkschaften erklärte, sie seien „die letzten Überlebenden einer längst vergangenen Zeit“, habe er aufstehen und das Gespräch verlassen wollen, berichtete Neugebauer und sei nur mit Mühen vom DGB-Vorsitzenden Fritz Schösser zum Bleiben bewegt werden können.

 

Nun hofft die IG Metall, dass mit dem neuen bayerischen Ministerpräsidenten, Günther Beckstein wieder ein anderer Politikstil in die Staatskanzlei einzieht. Neugebauer: „Stoiber, der Zampano, war eine Zumutung.“ Beckstein sei nicht nur „als Mensch ein anderer Typ als Stoiber, sondern hebt sich auch mit seiner Dialogfähigkeit von seinem Vorgänger ab“

 

Neue Wirtschaftsministerin ist noch unbekannt.

Mit der neuen bayerischen Wirtschaftsministerin Emilia Müller, geht es Werner Neugebauer wie wohl den meisten „ich kenne Frau Müller nicht“. Deshalb wollte er sich beim Gespräch mit den Journalisten in Nürnberg auch nicht näher zur neuen Wirtschaftsministerin äußern: „Wie bei allen anderen Politikern auch, sollten wir auch Frau Müller die obligatorischen 100 Tage Einarbeitungszeit lassen“.

 

Neugebauer äußerte die Hoffung, dass Emilia Müller „die Wirtschaft nicht nur als Sache der Unternehmen begreift“ Die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen dem bayerischen Wirtschaftsministerium und der IG Metall in der Amtszeit von Erwin Huber „eine Delle“ erlitten. Nun hofft Neugebauer, wieder anknüpfen zu können an die offene und faire Kooperation unter dessen Vorgänger Otto Wiesheu.

 

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