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15.12.2009
Protest gegen geplanten Stellenabbau bei Bosch-Rexroth

Rund 250 Betriebsräte demonstrierten letzte Woche vor der Konzern-Zentrale von Bosch-Rexroth in Lohr. Mit Pfiffen, Sirenen und Transparenten machten sie ihrem Unmut über die geplante Entlassungswelle Luft.

Der Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnik will an den Standorten Volkach und Schweinfurt rund 550 Stellen streichen. Noch schlimmer sieht es für das Thüringer Werk in Benshausen aus: Es soll nach Tschechien verlagert werden.

Das Unternehmen rechtfertigte die geplanten Stellenstreichungen mit der prekären Situation von Bosch-Rexroth und der schlimmsten Krise im Maschinennbau seit 80 Jahren.

Der Standort Schweinfurt sei „seit sechs Jahren Verlustträger“, behauptet der Vorstand, eine Feststellung der der stellvertretender Vertrauenskörperleiter der IG Metall, Udo Brehm, vehement widerspricht: "Bis 2007 hat das Werk jedes Jahr zweistellige Millionenbeträge an Bosch abgeführt". Dass der Standort nicht so produktiv sei wie gewünscht, liege nicht an den Beschäftigten, sondern an der Organisation. Auf Veränderungen sei zu spät reagiert und neue Maschinen zu spät angeschafft worden. Folge: Die Kunden müssten warten. Überhaupt keine Informationen gebe es darüber, wie es ab März 2010 weitergehen solle, "wenn der sozialverträgliche Arbeitsplatzabbau nicht funktioniert".

Die Bosch Rexroth AG entstand 2001 durch den Zusammenschluss der Mannesmann Rexroth AG mit dem Geschäftsbereich Automatisierungstechnik der Robert Bosch GmbH und ist seitdem eine 100 %ige Tochter der Robert Bosch GmbH.

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