Zeichengeräteindustrie 6,5 Prozent
Die IG Metall Bayern hat den Tarifvertrag für die Schreib- und Zeichengeräteindustrie (SZI) zum 31. März 2009 gekündigt und fordert für die ca. 4.200 Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 6,5 Prozent. Dabei sollen die unteren Einkommensgruppen überproportional berücksichtigt werden.
Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll 12 Monate betragen. Die Auftragsbücher der in der Schreib- und Zeichengeräteindustrie sind gut gefüllt und die Produkte genießen weltweit einen ausgezeichneten Ruf. In Bayern gibt es vier große Betriebe: Faber-Castell, Schwan-STABILO, Staedtler und die Lyra Bleistift-Fabrik. Das Rückgrat der SZI ist der Export.
Die Tarifkommission hat eine Forderung aufgestellt, die zum einen die Einkommen der Kolleginnen und Kollegen spürbar verbessern wird und zum anderen auch auf die Entwicklung in der Branche eingeht.
Johann Schredl, der Verhandlungsführer der IG Metall: „Die IG Metall macht Tarifpolitik für die Mitglieder in der Branche Schreib- und Zeichengeräte. Da sind 6,5 Prozent die richtige Forderung.“
Auch Erwin Schmidt, Betriebsratsvorsitzender bei Faber-Castell in Stein sagt zu der Forderung der IG Metall: „Ein gerechter Lohn ist die Grundvoraussetzung für gute Arbeit. Deswegen sind die 6,5 Prozent die richtige Forderung zum richtigen Zeitpunkt. Und wer sollte eine Forderung aufstellen, wenn nicht wir, die Gewerkschaft?
Die erste Verhandlung mit den Unternehmern findet am 6. April 2009 in Nürnberg statt.



