Das Bundeskabinett hat beschlossen, die Umweltprämie von 2500 Euro für Altautos bis zu einem Gesamtvolumen von fünf Milliarden Euro auszuzahlen. Die IG Metall hat die Aufstockung begrüßt. „Die Umweltprämie hat sich als hocheffizientes Instrument zur Stimulierung der Autonachfrage erwiesen“, sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber am Mittwoch in Frankfurt.
Bislang hatte die Bundesregierung für die Prämie insgesamt 1,5 Milliarden Euro vorgesehen. Durch die Aufstockung können statt der ursprünglich geplanten 600.000 rund zwei Millionen Bürger von dem Verschrottungszuschuss in Höhe von 2500 Euro je Fahrzeug profitieren. Bis der Topf ausgeschöpft ist, jedoch maximal bis Ende des Jahres, erhalten Käufer von Neu- und Jahreswagen, die ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten, eine Prämie in Höhe von 2.500 EUR.
„Es wäre fahrlässig gewesen, diese Maßnahmen auslaufen zu lassen. Die Bundesregierung ist den richtigen Schritt zur richtigen Zeit gegangen, dies ist außerordentlich zu begrüßen,“ sagte Berthold Huber. Positiv sei insbesondere auch die Tatsache, dass die Förderung in Höhe von 2 500 Euro, wie sie von Vize-Kanzler Frank-Walter Steinmeier favorisiert wurde, beibehalten werden konnte.
Gleichzeitig wies Huber Kritik, wie sie aus den Reihen der FDP oder vom Vorsitzenden des Sachverständigenrates, Wolfgang Franz, geäußert wurde, zurück. „Angesichts der Bedeutung der Umweltprämie für hunderttausende Beschäftigte in der Automobil- und in der Zuliefer<wbr></wbr>industrie kann ich diese Kritik nur als hilflose Nörgelei bezeichnen.“ Die Umweltprämie sei kein „Strohfeuer, sondern eine Brücke über die Krise“, hob der IG Metall-Vorsitzende hervor. „Die Verlängerung der Umweltprämie ist eine gute Maßnahme, um das rettende Ufer des Aufschwungs zu erreichen.“
Wolfgang Franz hatte die Prämie „ein Strohfeuer“ genannt. Der Verschrottungsbonus sei eine Subventionierung einer bestimmten Branche zulasten anderer, kritisierte der Wirtschaftsweise am Mittwoch im „ZDF-Morgenmagazin".



