aktueller Pfad: Home » Nachrichten » Ansicht
21.02.2008
Zum geplanten Stellenabbau bei Conti
Völliges Unverständnis für Conti-Unternehmenspolitik

(Pressedienst 03 / 2008) Der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer, hat sein völliges Unverständnis für die Unternehmenspolitik von Conti und die jetzt bekannt gegebenen Pläne für Stellenstreichungen geäußert.

Neugebauer: „Conti beweist damit einmal mehr, dass der Konzern seine Unternehmensverantwortung nicht im Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen sieht, sondern eine Politik verfolgt, die allein einer besseren Rendite geschuldet ist.“ Angesichts einer hervorragenden Auftragslage und Auslastung in allen Werken sei ein weiterer Personalabbau wirtschaftlich unsinnig und absolut nicht nachvollziehbar.

 

Neugebauer: „Zum sechsten Mal in Folge bei Umsatz und Ergebnis neue Spitzenwerte vermelden, den Aktionären eine hohe Dividende zahlen und gleichzeitig 2.500 Beschäftigte entlassen - das ist ein nicht zu rechtfertigender Widerspruch. Die Interessen der Aktionäre dürfen nicht einziger Maßstab der Unternehmenspolitik sein. Eine solche Politik wird auf erheblichen Widerstand der IG Metall stoßen.“

 

Der Tunnelblick auf immer höhere Rendite- und Margenziele sei kurzsichtig und unanständig denen gegenüber, die diese Gewinne erwirtschaftet haben, sagte Neugebauer heute in München.

 

Durch einen von oben verordneten absoluten Stopp für Neueinstellungen dürfen schon derzeit wichtige strategische Stellen nicht besetzt werden; damit besteht die Gefahr, dass langfristig Aufträge an den Standorten nicht mehr angenommen bzw. ausgeführt werden können.

 

Grundsätzlich kritisiert die IG Metall, dass eine Konzernstrategie, die mit ständigem Personalabbau höhere Renditen anstrebt, hoch qualifizierte Fachkräfte verunsichert. Sie drohen in der Folge, sich vom Konzern abzuwenden und Arbeitsplätze mit sichereren Perspektiven zu suchen - mit verheerenden Konsequenzen für das Unternehmen.

 

Die IG Metall erwartet vom Continental-Konzern, dass zumindest der Weg eines sozialverträglichen Personalabbaus gesucht wird und keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden.

 

Der IG Metall sind keine Details über den geplanten Stellenabbau bekannt. Neugebauer: „Wir wissen derzeit nicht, von welchen Stellen Conti eigentlich spricht, auch nicht inwieweit die bayerischen Standorte vom geplanten Stellenabbau betroffen sind. Ich fordere die Unternehmensführung daher auf, unverzüglich die Karten auf den Tisch zu legen.“

 

Druckansicht weiterempfehlen
Share/Bookmark/Subscribe


Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.