IG Metall Bayern online - Startseite



Kampagne Leiharbeit




Automobilkonferenz 2010
10.09.2009

Von: MJ

Großspenden der bayerischen Metallarbeitgeber für Schwarz-Gelb

Wo ist nur die Krise in der Metall- und Elektroindustrie, wird mancher Arbeitnehmer fragen und sich verwundert die Augen reiben. Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) hat offenbar noch viel Geld übrig und finanziert damit großzügig den Wahlkampf von CSU und FDP.

Bertram Brossardt

Klar, so ein Wahlkampf ist teuer, Plakate an jeder Straßenecke und teure Fernsehspots auf allen Kanälen, da kommen schnell ein paar Millionen zusammen. CSU und FDP sind da fein raus, ihnen helfen die bayerischen Metallarbeitgeber mit kräftigen Spenden.

750.000 Euro für Schwarz-Gelb

Wie aus einer Mitteilung von Bundestagspräsident Norbert Lammert hervorgeht, überwies der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie allein im Juli dieses Jahres - also mitten in der Krise - 600.000 Euro an die CSU-Parteikasse. Ebenfalls im Juli bedachten die bayerischen Metall- und Elektrounternehmen auch die FDP mit 150.000 Euro.

Eingegangen ist die Spende bei der CSU am 3. Juli. Am gleichen Tag kritisierte der Hauptgeschäftsführer des VBM, Bertram Brossardt, heftig die Ergebnisse der IG Metall Umfrage "Deine Stimme für ein gutes Leben". Brossardt: "Die Ideen der IG Metall, einen Beteiligungsfonds zur Sicherung von Unternehmen einzurichten, von der Rente mit 67 Abstand zu nehmen sowie den Arbeitsmarkt stärker zu regulieren, gehen an den wirtschaftlichen und demografischen Realitäten in Deutschland vorbei."

Mit "wirtschaftlichen Realitäten" meint Brossardt offenbar die aktuelle Krise: "Wir müssen in der aktuellen Krise unsere Energie dafür einsetzen, um wirkungsvolle Maßnahmen zu entwickeln, mit denen wir die wirtschaftlich schwierige Lage meistern können", so Brossardt laut Mitteilung des vbm.

Der vbm setzt seine Energie - sprich sein Geld - offenbar vor allem dafür ein, Schwarz-Gelb zu einer Mehrheit bei der Bundestagswahl zu verhelfen, der vbm wird schon wissen warum.

Der IG-Metall-Chef, Berthold Huber, betonte mit Blick auf die Bundestagswahl: "Schwarz-Gelb wäre die schlechteste aller Lösungen“. Oder anders ausgedrückt:

Wer schon das Geld der Arbeitgeber bekommt, braucht nicht auch noch die Stimmen der Arbeitnehmer.

Druckansicht weiterempfehlen
Share/Bookmark/Subscribe


Jugend!

Online-Beitritt

Was gibt's wann wofür?

für Aktive

Tarifinfo

Einblick & Durchblick

Verdienen Sie, was Sie verdienen?