In seiner Erklärung zum Antikriegstag fordert der DGB unter anderem ein schnellstmögliches Ende des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan und Unterstützung beim Aufbau einer nachhaltigen Zivilgesellschaft. Die zukünftige Bundesregierung solle sich zudem für den Abzug der letzten Atomwaffen aus Deutschland einsetzen. Der Antikriegstag erinnert an den Beginn des 2. Weltkriegs vor 70 Jahren.
Der DGB erinnert mit dem Antikriegstag an den 1. September 1939, an dem vor 70 Jahren mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg begann. 60 Millionen Opfer stehen für den schlimmsten Vernichtungskrieg in der Geschichte der Menschheit. "Auch 70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges sind wir Tag für Tag mit Kriegen konfrontiert", stellt der DGB in seinem Aufruf fest (den vollständigen Aufruf gibt es im Anhang als pdf-Datei).
Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) will im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr keinesfalls das Wort "Krieg" in den Mund nehmen, er spricht lieber vom "Stabilisierungseinsatz". Der DGB hingegen sagt deutlich: "In Afghanistan herrscht Krieg. Die Bundeswehr ist immer tiefer in ihn verstrickt. Der Krieg ist mit militärischen Mitteln nicht zu gewinnen. Wir fordern, den Bundeswehreinsatz schnellstmöglich zu beenden und Afghanistan beim Aufbau einer nachhaltigen Zivilgesellschaft zu unterstützen."
"Welt ohne Atomwaffen"
Die Menschheit müsse sich endlich von der Geißel der Atomwaffen befreien, fordert der DGB und will daher, dass sich die künftige Bundesregierung, nachdrücklich für den Abzug der verbliebenen Atomwaffen aus Deutschland einsetzt.
Außerdem fordert der DGB mit allem Nachdruck ein Verbot der NPD: "Wer Frieden will, muss den Feinden der Freiheit und Demokratie entschlossen entgegentreten. Alte und neue Nazis haben keinen Platz in unserem Land."



