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25.03.2009
Verhandlungen über die Zukunft von Grammer abgeschlossen

(Pressedienst 8 / 2009) Der dramatische Einbruch im Automobilzulieferbereich hat die Grammer AG hart getroffen. Durch Umsatzrückgang und auslaufende Kreditlinien ist das Unternehmen in massive Schieflage geraten. Die IG Metall hat mit Grammer mehrere Vereinbarungen abgeschlossen, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Der Hersteller von Sitzen für Lkw, Baumaschinen, Traktoren und Bahnen sowie von Innenausstattung für Pkw wollte rund 500 Arbeitsplätze abbauen. In zähen Verhandlungen ist es Betriebsrat und IG Metall gelungen, den geplanten Abbau zu verschieben, deutlich zu reduzieren und die Folgen für die Betroffenen abzumildern. Über die Einzelheiten der Vereinbarungen werden die Beschäftigten heute in einer Betriebsversammlung informiert.

Sibylle Wankel, Verhandlungsführerin der IG Metall Bayern: „Die IG Metall hat bewiesen, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen zu einzelbetrieblichen Regelungen bereit ist, wenn ein Unternehmen nachweislich in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Der Personalabbau ist für die Betroffenen schmerzhaft, auch wenn sie einen finanziellen Ausgleich bekommen. Jetzt ist das Management von Grammer an der Reihe und muss beweisen, dass die Ansiedlung von Zukunftsprodukten in Amberg kein Lippenbekenntnis bleibt.“

Zur Überwindung der akuten Finanznot wird der seit 2006 laufende Ergänzungstarifvertrag noch bis Ende 2009 weitergeführt. Dies beinhaltet die Verschiebung der Tariferhöhungen bis in das Jahr 2010, die Möglichkeit eines Personalabbaus von ca. 180 Arbeitsplätzen und den Ausschluss weiterer betriebsbedingter Kündigungen bis zum Jahresende. Ab 2010 gelten die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie dann wieder unverändert.

Für die Beschäftigten, die das Unternehmen verlassen müssen, wird eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) eingerichtet. Das Transfer-Kurzarbeitergeld in der BQG wird von Grammer auf 80 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens aufgestockt.

Außerdem wurde ein Interessensausgleich und Sozialplan beschlossen, betroffenen Beschäftigten erhalten eine Abfindung. Die Abfindungszahlungen berücksichtigen Alter, Betriebszugehörigkeit und monatliches Brutto-Einkommen der Beschäftigten. Für jedes unterhaltsberechtigte Kind gibt es einen Festbetrag von weiteren 1.500 Euro.

Auszubildende, die 2009 auslernen werden befristet für sechs Monate übernommen.

Betriebsrat und IG Metall haben der beabsichtigten Ausgliederung des Bahnbereiches zugestimmt. Für den ausgegliederten Bereich gilt die Tarifbindung an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie. Der Betriebsrat der Grammer AG bleibt für auch diesen Bereich zuständig, solange Grammer Mehrheitsgesellschafter ist.

Die Grammer AG mit Sitz in Amberg hat ca. 2.200 Beschäftigte

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Tarifrunde 2012

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