(München) Die IG Metall-Verhandlungskommission bei MAN hat angesichts der von Produktionsplanung geforderten Einsparungen für 2006 die Verhandlungen auf der tariflichen Ebene für die MAN AG ausgesetzt! Diese Forderungen sind für die Belegschaft ohne Gegenleistung weder verständlich noch akzeptabel.
„Die dargestellten Zahlen in der Bilanzpressekonferenz von MAN zeigen deutlich, dass die Firma vor Kraft strotzt“, sagte Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, „Aber sie wollen keine Zukunftssicherung bis 2012 für die Arbeiter und Angestellten vereinbaren“.
Trotz der ausgesetzten Tarifverhandlungen bleibt für die Gewerkschaft die „Standort- und Beschäftigungssicherung 2012“ auf der Tagesordnung. Für ein jährliches Einsparvolumen von etwa sechs Millionen Euro, einen Einmaleffekt in Höhe von über 20 Millionen Euro und festgelegte Investitionssummen, verbunden mit der Forderung, in welchen Werken, welche Nachfolgeprodukte gefertigt werden, war MAN nicht bereit, rechtlich belastbare Zusagen zur Beschäftigungs- und Standortsicherung der deutschen Standorte zu machen. „Das Angebotene war sehr vage und unverbindlich. Deshalb hat die Tarifkommission die Verhandlungen ausgesetzt“, stellte Neugebauer fest.
Für die ausgliederten MAN-Bereiche MIT, EAC und Logistik werden die Gespräche fortgeführt.
Nach dem vorläufigen Ende der Verhandlungen auf Unternehmensebene befürchten die Betriebsräte und Gewerkschafter, dass in den kommenden Wochen Druck auf die einzelnen Werke und Standortbetriebsräte ausgeübt werden wird. Um ein Ausspielen der Standorte zu verhindern, werden sich deren Vertreter bis Mitte April über die gemeinsame Vorgehensweise verständigen.


