Im Oktober letzten Jahres hatte BMW angekündigt sich von der „Verpackungsabteilung“ trennen zu wollen, 460 Beschäftigte bangten um ihren Job. Auch bei der BMW-Cockpit-Fertigung in Wackersdorf machten sich die Beschäftigten Sorgen, denn ob das Cockpit der neuen 3er-Serie in Wackersdorf gefertigt werden würde, galt keineswegs als sicher. Jetzt gibt es erfreuliche Nachrichten.
Für Wackersdorf und die ganze Region ist der Innovationspark ein Segen. 2700 Arbeitsplätze entstanden hier seit 1990. Seit BMW verkündet hatte, die Verpackungsabteilung auszulagern, weil sie keine „Kerneigenleistung“ des Konzerns sei, ging bei den Beschäftigten die Angst um. Bis spätestens 2010 wollte sich BMW von der Verpackungsabteilung trennen. Zwar gibt es bei BMW eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2014. Doch gilt diese konzernweit, eine Garantie für einen Arbeitsplatz in Wackersdorf ist diese Beschäftigungssicherung also nicht. Zur gleichen Zeit lief die Ausschreibung für die Cockpitfertigung der neuen BMW 3er-Reihe.
Hätte sich BMW aus dem Innovationspark zurückgezogen, hätte das negative Folgen für alle 2700 Beschäftigten im Innovationspark gehabt. Denn die verschiedenen Zulieferfirmen sind eng mit BMW verflochten – das ist ja bekanntlich das Konzept des Innovationsparks.
Prominente Unterstützer
Werner Neugebauer (Bezirksleiter der IG Metall Bayern), Manfred Schoch (Gesamtbetriebsratsvorsitzender BMW), Werner Zierer (Betriebsratsvorsitzender BMW Regensburg), Jürgen Scholz (erster Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg) und viele andere machten sich daher für den Innovationspark stark. Ihr Einsatz hatte Erfolg: Nach einer heftigen Auseinandersetzung um die Pläne des M-Ressorts das Versorgungszentrum 2010 an einen externen Wettbewerber zu verkaufen, gibt das Unternehmen nun den Rückzug dieser Pläne bekannt. Zwar weißt das Unternehmen weiter darauf hin, dass das Versorgungszentrum „keine strategische Eigenleistung“ sei, aber von einem Verkauf rückt das Unternehmen vorerst ab. Dies wurde dem Betriebsrat nun schriftlich zugesichert. Damit fällt eine große Last von Belegschaft und Betriebsrat. Nähere Informationen hierzu will der Betriebsratsvorsitzende, Werner Zierer (Bild) am Donnerstag in einer Betriebsversammlung bekannt geben.
Instrumententafel wird in Wackersdorf gefertigt
Ebenso erfreulich ist die Nachricht, dass die Instrumententafel-Fertigung Wackersdorf nun nach zähem Ringen im Wettbewerb mit externen Zulieferern die Nachfolgeaufträge für die nächste Instrumententafel Generation für die 1er und 3er Reihe erhalten hat. Das Inhouse-Angebot hat sich im Wettbewerb durchgesetzt, ohne substanzielle Einschnitte bei den Einkommen zu machen. Dies macht erneut die Leistungsfähigkeit der eigenen BMW-Komponentenfertigung deutlich.



