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29.03.2007
Schaeffler KG und IG Metall einigen sich auf eine Vereinbarung zum Erhalt und Ausbau des Werkes in Ingolstadt

(Ingolstadt) Für das Werk Ingolstadt der Schaeffler KG haben die IG Metall und der Verband der Bayerischen Metallindustrie VBM einen Ergänzungstarifvertrag abgeschlossen, der im wesentlichen eine stufenweise befristete Verlängerung der Arbeitszeit auf bis zu 38,5 Stunden vorsieht.

Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen in dem Vertrag die Anzahl der Beschäftigten von derzeit 376 auf 398 Vollzeitarbeitsplätze  aufzubauen. Für die Dauer der Laufzeit des Vertrages sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

 

Von besonderer Bedeutung für die Zukunft des Ingolstädter Standortes ist die Wiederaufnahme der Berufsausbildung im Rahmen einer Verbundausbildung.

 

Das Unternehmen hat Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in die Produkt-Projekte Kettenspanner und Multiair am Standort zugesagt. Der Vertrag gilt bis Ende 2012.

 

Mit dieser Vereinbarung wurde die Basis für eine nachhaltige Sicherung des Standortes und der Arbeitsplätze in Ingolstadt geschaffen.

Für den Fall, dass die Beschäftigungszusagen nicht eingehalten werden können, sieht der Vertrag eine Rückkehr zur 35-Stunden-Woche vor. 

 

Die betriebliche Tarifkommission der IG Metall und mehrere Versammlungen der IG Metall-Mitglieder in dem Ingolstädter Schaeffler Werk haben das erreichte Ergebnis einstimmig gebilligt.

Der Betriebsratsvorsitzende Fritz Oblinger begrüßt die Zukunftssicherung für das Werk: "Damit endet eine jahrelange Zitterpartie für die Belegschaft. Mit dem Auslauf eines Hauptprodukts für zwei Großkunden schrumpfte auch die Belegschaft und ohne Neuprodukte würden

wir in eine sehr kritische Lage kommen."

 

Johann Horn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt: „Das Ergebnis beweist, dass mit der IG Metall und ihren Mitgliedern konstruktive Lösungen gefunden werden können wenn die beteiligten Parteien fair miteinander umgehen. Dazu gehört, wie in Ingolstadt geschehen, dass die wirtschaftliche und finanzielle Situation offengelegt wird.“

 

Für die Schaeffler Gruppe ist der partnerschaftliche Umgang mit der IG Metall nicht selbstverständlich. So hat das Unternehmen im Herbst letzten Jahres unter Ausschluss der Tarifvertragsparteien und ohne Beachtung geltender Tarifverträge im Werk Elfershausen (Unterfranken) mit dem dortigen Betriebsrat die 40 Stunden-Woche vereinbart.

 

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Tarifrunde 2012

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