In der Vorbereitung der Tarifrunde 2007 hat der IG Metall-Vorstand vergangene Woche über die Rahmenbedingungen der Metall- und Elektroindustrie beraten. Der so genannte gesamtwirtschaftliche, verteilungsneutrale Spielraum für Einkommenserhöhungen liegt demnach über vier Prozent.
Die IG Metall rechnet für das kommende Jahr damit, dass sich der konjunkturelle Aufschwung fortsetzt und in einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von bis zu 1,8 Prozent sowie dem Anstieg der Verbraucherpreise um 2,3 Prozent niederschlägt; an letzterem ist allein die Mehrwertsteuererhöhung mit etwa einem Prozentpunkt beteiligt. gleichzeitig ist mit einer Produktivitätserhöhung von bis zu 1,8 Prozent zu rechnen. Unter dem Strich ergibt sich daraus für den so genannten gesamtwirtschaftlichen, verteilungsneutralen Spielraum für Einkommenserhöhungen ein Wert von mehr als vier Prozent.
Die aktuelle Stimmung in der Metall- und Elektroindustrie bewertet der IG Metall-Vorstand als "hervorragend." In vielen Fällen wird am oberen Rand der Kapazitätsgrenze produziert. Eine Analyse der IG Metall zu den sozialökonomischen Rahmenbedingungen für die Tarifrunde 2007 kommt zu dem Schluss, dass besonders wegen der kräftig steigenden Auslandsnachfrage 2006 mit einem Produktionsplus von mehr als sieben Prozent gerechnet werden kann. Und: "Diese gute Entwicklung wird sich 2007 fast unvermindert fortsetzen."
Was diese Positionsbestimmung konkret für die Tarifforderung bedeutet, wird sich am sechsten Februar zeigen. Dann will der Vorstand seine Empfehlung für die Tarifrunde aussprechen, bevor er am 26. Februar die Tarifforderung beschließt.


