... macht sich bekanntlich immer bezahlt. Wie aber sieht es aus, wenn die Technik der Beruf ist? Durchschnittlich 3.170 Euro erhalten TechnikerInnen in Deutschland, auf Basis einer 38-Stunden-Woche. Je nach Fachrichtung variiert dieses Einkommen allerdings erheblich zwischen 3.802 bei Chemie- und 2.175 Euro bei Zahntechnikern.
Dieses Umfrageergebnis veröffentlichte soeben LohnSpiegel.de, das vopm WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreute Verdienstportal. Basis sind die Angaben von rund 5.000 Technikerinnen und Technikern. WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck weist auf die erheblichen Einkommensunterschiede hin, "in Abhängigkeit unter anderem von Branche, Betriebsgröße, Berufserfahrung und - nicht zuletzt - vom Geschlecht. Auch die Tarifbindung spielt eine große Rolle."
Fachrichtung entscheidend
Unter dem Strich führt die Befragung zur Erkenntnis, dass die Fachrichtung eine zentrale Rolle spielt: ChemietechnikerInnen werden die mit 3.802 Euro am höchsten bezahlt, gefolgt von MaschinenbautechnikerInnen mit 3.424, ElektrotechnikerInnen mit 3.199, Elektronik- und FernmeldetechnikerInnen mit 3.048 und BautechnikerInnen mit 2.801 Euro.
Andere wichtige Faktoren sind die Betriebsgröße, zu der das Gehalt parallel ansteigt, sowie - keine Überraschung - die Berufserfahrung. Das Monatseinkommen von TechnikerInnen mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung liegt im Schnitt mit 2.550 Euro fast 500 Euro unter dem von KollegInnen mit 10 bis 19 Jahren und sogar rund 1.000 Euro unter dem mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung.
Tarifbindung als Verdienstplus
Wie in vielen anderen Branchen profitieren auch TechnikerInnen von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt das Monatseinkommen mit durchschnittlich 3.485 rund 629 Euro über dem in nicht tarifgebundenen Betrieben (2.856 Euro). Ebenfalls nicht berufsspezifisch ist das Gefälle von Männern zu Frauen: sie verdienen als Technikerin im Schnitt rund 19,5 Prozent weniger als Männer, ein Effket, der mit zunehmender Berufserfahrung noch zunimmt.
Nachteil Befristung
Ebenfalls benachteiligt sind befristet beschäftigte TechnikerInnen, die mit durchschnittlich 2.607 Euro deutlich weniger als ihre unbefristeten KollegInnen (3.210 Euro) erhalten. Rund 61 Prozent schließlich arbeiten im Allgemeinen mehr als die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit, wofür aber nur gut zwei Drittel entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich erhalten.



