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26.02.2009 Von: HO W
Betriebsratswahl bei Tuja
Betriebsräte sind Leiharbeitsfirmen immer noch eher die Ausnahme. Dabei brauchen gerade die Leiharbeiter den Schutz durch einen Betriebsrat. Insbesondere in der Wirtschaftskrise, unter der Leiharbeiter noch mehr leiden als andere Beschäftigte. Beim Personaldienstleister Tuja ist es jetzt soweit: Es wird ein bayernweiter Betriebsrat gewählt.
Für weit über 3 000 Beschäftigte der Leiharbeitsfirma Tuja ist der 6. März 2009 ein wichtiger Stichtag. Dann nämlich ist die (schriftliche) Wahl zu einem bayernweiten Betriebsrat abgeschlossen. Damit haben die Kolleginnen und Kollegen endlich eine einheitliche Interessenvertretung.
Der 23köpfige Betriebsrat kann dann auch bei Tuja die Rechte aus dem Betriebsverfassungsgesetz wahrnehmen: Von der Mitwirkung bei Einstellungen, über Fragen der Eingruppierung, der Anhörung bei Kündigungen bis zu Fragen der Arbeitssicherheit. Bei Leiharbeitsfirmen ist es noch die Ausnahme, dass es eine zentrale Interessenvertretung der Beschäftigten gibt. Dies aber ist notwendig, um die Kontinuität der Betriebsratsarbeit zu gewährleisten.
Michael Knuth, bei der IG Metall Bayern zuständig für die Leiharbeit: „Für die IG Metall-Liste kandidieren erfahrene Kolleginnen und Kollegen, die teilweise schon in anderen Firmen im Betriebsrat waren.“
Die Betriebsräte in Entleihfirmen können die Wahl unterstützen, indem sie die Tuja-Kolleginnen und -Kollegen gezielt ansprechen und auffordern ihre Wahlbriefe abzusenden. Der Sitz des Tuja-Betriebsrats wird Regensburg sein.
 

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