Immer mehr Menschen sind darauf angewiesen, dass ihr Einkommen durch Hartz IV aufgestockt wird. Laut Deutschem Gewerkschaftsbund ist die Zahl der Bedürftigen innerhalb eines halben Jahres um zwölf Prozent gestiegen.
Nach Berechnungen des DGB bezogen Mitte letzten Jahres 1,224 Millionen Menschen Hartz-IV-Leistungen, obwohl sie einer regulär bezahlten Beschäftigung nachgingen.
Das waren 131 000 Menschen mehr als noch zu Beginn des Jahres. Somit stieg die Zahl der erwerbstätigen Hartz-IV-Bezieher innerhalb eines halben Jahres um zwölf Prozent an. Im Vergleich zu September 2005 stieg ihre Zahl sogar um 28 Prozent, berichtet die "Berliner Zeitung“
DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy sagte der Berliner Zeitung, der Anstieg zeige, dass das Arbeitseinkommen bei einer zunehmenden Zahl von Menschen nicht mehr ausreiche, die eigene Existenz sichern zu können.
Zwar handle es sich in vielen Fällen um geringfügig Beschäftigte und Teilzeitbeschäftigte sowie um Familien, die mit Kindern einen erhöhten sozialen Bedarf hätten. Gleichzeitig werde aber in diesem Trend ein Lohndruck nach unten in der Arbeitswelt sichtbar. Auch aus diesem Grund bestehe der DGB auf Mindestlöhnen, so Adamy.


